Stromkonzerne behaupten: „Die Umweltschützer wollen jetzt alles verhindern: nicht nur Kohle- und Atomkraftwerke, sondern auch große Solarstromanlagen, Windparks und neue Stromleitungen.“

BUND: Mit dieser Argumentation soll der Widerstand des BUND und anderer gegen neue Kohlekraftwerke und der Einsatz für den Atomausstieg diskreditiert werden.

Aber diese Behauptung ist eindeutig falsch: Während die Bevölkerung seit Jahren mehrheitlich für den Atomausstieg ist und an jedem Standort eines geplanten Kohlekraftwerkes neuer Protest entsteht, wird der Ausbau der erneuerbaren Energien sowohl von der Bevölkerung als auch von den Umweltschutzverbänden unterstützt. Zwar gibt es gelegentlich auch Proteste gegen einen Windpark an einem ungeeigneten Standort, aber der Ausbau der Windenergie an Land wird von restriktiven Planungsgesetzen in einigen CDU-geführten Bundesländern gebremst, nicht von Umweltschützern. Auch der Ausbau der Windenergie auf See wird vom BUND unterstützt.

Der BUND sieht den Bau neuer Stromleitungen nur da kritisch, wo die Leitungen in erster Linie neuen Kohlekraftwerken oder dem internationalen Stromhandel dienen sollen. Dagegen sieht der BUND den Bau neuer Stromleitungen dort als notwendig an, wo der Windstrom aus Norddeutschland in die Verbraucherzentren in West- und Süddeutschland geleitet werden muss.



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