Steinkohlekraftwerke Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven betreibt der Energiekonzern E.on seit 1976 ein Kohlekraftwerk. Nun soll die Laufzeit für das alte Kraftwerk verlängert werden und zwei weitere Blöcke hinzukommen: E.on plant eine neue Anlage (500 MW) und auch der belgische Investor Electrabel (800 MW).

    • Bundesland: Niedersachsen    
    • CO2-Ausstoß: 2,2 Mio. Tonnen pro Jahr
    • Baubeginn: voraussichtlich 2010    
    • Investitionssumme: mehr als 1 Mrd. Euro
    • Typ: Steinkohleverbrennung
    • geplante Fertigstellung: 2014
    • Erörterungstermin: -
    • Leistung: 500 MW
    • Investor: E.on
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      50 Prozent der Energie verpufft

      E.on möchte in Wilhelmshaven sowohl für das alte 750-MW Steinkohlekraftwerk eine deutlich längere Laufzeit erwirken als auch eine neue „50plus“-Anlage bauen. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßt die Neubaupläne mit einem voraussichtlichen Wirkungsgrad von mehr als 50 Prozent als „innovativen und nachhaltigen Beitrag für den Klimaschutz“.
      Gegenüber anderen modernen Kohlekraftwerken hat die „50plus“-Anlage zwar einen um etwa 5 Prozentpunkte höheren Wirkungsgrad. Dies bedeutet jedoch, dass hier noch immer fast die Hälfte der aus der Kohle gewonnenen Energie sinnlos verschwendet werden soll. (Im Gegensatz dazu nutzen Gaskraftwerke mit der Kraft-Wärme-Kopplung bis zu 90 Prozent der Energie des Rohstoffs.)

        • Bundesland: Niedersachsen    
        • CO2-Ausstoß: 4,5 Mio. Tonnen pro Jahr
        • Baubeginn: voraussichtlich 2008
        • Investitionssumme: mehr als 1 Mrd. Euro
        • Typ: Steinkohleverbrennung
        • geplante Fertigstellung: 2012
        • Erörterungstermin: 4./5. März 2008
        • Leistung: 800 MW
        • Investor: Electrabel
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          Vorzeitiger Baubeginn auf eigenes Risiko

          Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat Electrabel am 16. Juni 2008 den vorzeitigen Baubeginn auf eigenes Risiko erlaubt. Der belgisch-französische Energiekonzern hat daraufhin die ersten Bauarbeiten für Ende Juni 2008 angekündigt.

          Protest: Ärzte warnen vor Kohlekraftwerken

          Feb. 2008: Demonstration gegen die Neubauten. Foto: 635.com, foto.hufenbach
          Feb. 2008: Demonstration gegen die Neubauten. Foto: 635.com, foto.hufenbach

          118 Ärzte aus Wilhelmshaven und Umgebung wehren sich gegen die Kraftwerksneubauten, da die Feinstaubbelastung insbesondere Kinder und ältere Menschen bedrohe. In offenen Briefen und bei Informationsveranstaltungen forderten die Mediziner den Stadtrat auf, die Gesundheit der Bürger zu achten und die Kohlekraftwerke nicht zuzulassen. Vergebens: Der Oberbürgermeister bezeichnet ihre Einwendungen als Panikmache. Der Stadtrat seinerseits änderte die Bebauungspläne, so dass die  Kohlekraftwerke nun in Wilhelmshaven gebaut werden dürfen.

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          BUND Niedersachsen
          Goebenstraße 3a
          30161 Hannover
          Tel: 0511/965 69 - 0
          E-Mail: bund.nds@bund.net

          Ansprechpartnerin: Dr. Marita Wudtke
          Tel: 0511/96 56 9-18
          E-Mail: Marita.Wudtke@bund.net



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