Der Energiekonzern Evonik Steag hatte geplant, im saarländischen Quierschied das bestehende Steinkohlekraftwerk mit 680 MW Leistung um einen weiteren Block mit 790 MW zu vergrößern.
Doch nachdem sich bereits wenige Tage nach Ankündigung der Baupläne eine Bürgerinitiative gründete, um das Kraftwerk zu verhindern, gab der Mutterkonzern RAG eine Woche später Entwarnung: Der Standort Quierschied sei inzwischen wieder verworfen worden.
Dazu dürften die massiven Proteste in Ensdorf beigetragen haben, wo wenig später ein 1600-MW-Kohlekraftwerk des Konzerns RWE durch ein Bürgerentscheid verhindert wurde.