Braunkohlekraftwerk Profen

    • Bundesland: Sachsen-Anhalt    
    • CO2-Ausstoß: 4,4 Mio. Tonnen pro Jahr
    • Baubeginn: voraussichtlich 2009
    • Investitionssumme: ca. 1 Mrd. Euro
    • Typ: Braunkohleverbrennung
    • geplante Fertigstellung: 2012
    • Investor: MIBRAG (50% URS Corporation 
    • Leistung: 660 MW
    •     50% NRG Energy)

      Kohlekraftwerk zu teuer für EnBW – MIBRAG will trotzdem bauen

      Die von den US-amerikanischen Firmen „URS Corporation“ und „NRG Energy“ aufgekaufte Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) plant seit dem Jahr 2006 den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks in Profen. Ursprünglich wollte sich der Energiekonzern EnBW am Kraftwerksbau beteiligen. Doch als die Bundesregierung eine Bevorzugung der Braunkohle beim Emissionsrechtehandel beendete, stieg EnBW im März 2007 aus der Planung aus. Denn, die bei einem CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne zu erwartenden Mehrkosten von etwa 110 Millionen Euro pro Jahr stellten die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks in Frage.

      Bürgerbegehren gegen Braunkohletagebaue

      Um das neue Kohlekraftwerk mit Braunkohle zu versorgen, will die MIBRAG einen neuen Braunkohletagebau bei Lützen erschließen. Dies würde bedeuten, dass die Einwohner der Gemeinden Röcken und Sössen umsiedeln und ihre Häuser abgetragen werden müssten. Dagegen setzt sich das gemeinsam vom BUND und anderen Umweltverbänden gegründete Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle“ ein. Das Ziel: die Zerstörung von weiteren Naturflächen und Dörfern durch neue Braunkohletagebaue zu verhindern und den Neubau von klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken zu stoppen.

      Kontakt vor Ort

      BUND Sachsen-Anhalt
      Arndtstr. 11 39108 Magdeburg
      Tel: 0391/56 30 78 0
      E-Mail: info@bund-sachsen-anhalt.de

      Ansprechpartner: Björn Budde
      Tel: 0391/73 35 57 7
      E-Mail: b_budde@web.de



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