Steinkohlekraftwerk Mainz

150 Meter, fast doppelt so hoch wie der Mainzer Dom soll der Kühlturm des Steinkohlekraftwerks werden, das die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) auf der Ingelheimer Aue bauen wollen. Pikant: ein erst im Jahr 2001 gebautes Gaskraftwerk mit einem sehr viel höherem Wirkungsgrad und geringerem CO2-Ausstoß sollen wegen der steigenden Gaspreise dafür abgeschaltet werden!

    • Bundesland: Rheinland-Pfalz    
    • CO2-Ausstoß: 4,2 Mio. Tonnen pro Jahr
    • Baubeginn: 2008
    • Investitionssumme: ca. 2 Mrd. Euro
    • Typ: Steinkohleverbrennung
    • geplante Fertigstellung: 2012
    • Erörterungstermin: 29.4.-16.5.2008
    • Leistung: 820 MW
    • Investor: Kraftwerke Mainz Wiesbaden   
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      Beteiligte Stadtwerke: Mainz (50 Prozent)

      Große Mehrheit gegen Kohlekraftwerk

      In einer repräsentativen Umfrage haben sich 83 Prozent der befragten Mainzerinnen und Mainzer gegen den Bau eines Kohlekraftwerks in ihrer Stadt ausgesprochen. Mehr ...

      Mehr als 58.000 Einwendungen gegen Klimakiller

      Foto mit Demonstrant/innen und Transparent mit Aufschrift: "Klimaschutz statt Kohleschmutz"
      Am 12. Mai 2007 demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Foto: Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz

      Sowohl in Mainz als auch in Wiesbaden formiert sich ein breiter Protest gegen ein neues Kohlekraftwerk. Insbesondere haben mehr als 200 Ärztinnen und Ärzte vor Gesundheitsrisiken aufgrund der zusätzlichen Belastung an Abgasen und Feinstäuben gewarnt. Mit Erfolg: Über als 58.000 Einwendungen wurden bei der Gewerbeaufsicht Mainz gegen den Genehmigungsantrag eingereicht. Die grundlage dazu bildete eine umfassende BUND-Analyse des beantragten Vorhabens. Darin wurde eine unzulässige Erwärmung des Rheins und eine fehlende Wirtschaftlichkeit des Projekts bemängelt. Eine Entscheidung wird frühestens im Herbst 2008 erwartet.

      Hessen fordert länderübergreifendes Verfahren

      Während dessen werden benachbarte Bundesländer aktiv. So forderte der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) ein länderübergreifendes Raumordnungsverfahren durchzuführen, da das geplante Kohlekraftwerk auch Auswirkungen auf sein Bundesland habe. Der hessische Landtag hatte sich bereits mehrfach gegen den Neubau von Kohlekraftwerken ausgesprochen.

      Bebauungsplan kippt Kraftwerk

      Der Mainzer Stadtrat hat am 18. Juni 2008 mit den Stimmen von CDU, Grünen und freien Wählern einen Bebauungsplan für die Ingelheimer Aue beschlossen, der die maximale Gebäudehöhe auf 40 m festlegt. Dadurch wird das dort geplante Kohlekraftwerk verhindert. Ein externes Rechtsgutachten soll klären, ob dieser Beschluss juristisch Bestand hat und das KohlKraftwerk somit endgültig vom Tisch ist.

      Kontakt vor Ort:

      BUND Rheinland-Pfalz
      Hindenburgplatz 3
      55118 Mainz
      Tel.: 06131/62 70 6-0
      E-Mail: info@bund-rlp.de   
      Mehr Informationen ...

      Ansprechpartner: Michael Ullrich
      Tel: 06131/23 19 73
      E-Mail: michael.ullrich@bund-rlp.de



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      oder wo überall geplante Kohlekraftwerke verhindert werden konnten.

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