Steinkohlekraftwerk Kiel

    • Bundesland: Schleswig-Holstein    
    • CO2-Ausstoß: 4,5 Mio. Tonnen pro Jahr
    • Baubeginn: voraussichtlich 2011    
    • Investitionssumme: ca. 1,2 Mrd. Euro
    • Typ: Steinkohleverbrennung
    • geplante Fertigstellung: 2015
    • Aufgegeben:14. Juli 2009
    • Leistung: 800 MW
    • Investor: E.on, Stadtwerke Kiel
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      Beteiligte Stadtwerke: Stadtwerke Kiel (daran sind die Mannheimer Stadtwerke „MVV Energie“ zu 49 Prozent beteiligt)

      Erfolg in Kiel: Kohlekraftwerk endgültig vom Tisch

      Ausschnitt aus BUND-Kohlekarte: Durchkreuzter Kühlturm "Kiel"

      Die Kieler Stadtwerke haben offiziell das Aus für das 800 MW-Steinkohlekraftwerk in Kiel erklärt. Alternativ soll in Kiel nun voraussichtlich ein kleineres und deutlich klimafreundlicheres Gaskraftwerk (GuD) gebaut werden. Damit bleibt Schleswig-Holstein jetzt immerhin eins von vier geplanten neuen Kohlekraftwerken erspart. Auch die Kraftwerksplanungen in Brunsbüttel wackeln.


      Nach den breiten Protesten von Bürgerinnen und Bürgern, dem BUND und anderen Umweltverbänden gegen das Kieler Kohlekraftwerk hatte sich auch die neue rot-grüne Stadtratsmehrheit im Juli 2008 dagegen ausgesprochen. Vor allem der Energiekonzern E.on als 50-Prozent-Eigner der Kieler Stadtwerke wollte aber bislang nicht von den Kohle-Plänen lassen. Letztendlich waren neben dem politischen Druck auch Wirtschaftlichkeitserwägungen für das Kohle-Aus entscheidend. Denn im Emissionshandel müssen ab 2013 die Emissionszertifikate ersteigert werden. Die Betreiberkosten für dreckige Kohlekraftwerke werden also deutlich steigen und die Gewinnmargen sinken. Auch E.on muss jetzt einsehen, dass die Zeiger nicht zurück ins Kohle-Zeitalter gestellt werden können. Der Konzern muss seine fünf Vorhaben für neue Kohlekraftwerke in Deutschland sofort aufgeben.

      Mehr Informationen

      Pressemitteilung des BUND Schleswig-Holstein

      Rot-Grüne Koalition beschließt das Aus für neues Kohlekraftwerk

      Seit den Kommunalwahlen vom 25. Mai 2008 sind die Karten neu gemischt. Am 9. Juli 2008 einigten sich SPD und Grüne in ihrem Kooperationsvertrag auf ein Ende der Kohle-Neubaupläne: „In Kiel wird kein neues Kohlekraftwerk gebaut.“

      Februar 2008: 400 Menschen demonstrierten gegen den Ausbau

      Entscheidung auf 2011 verschoben

      Ein im Februar 2008 vom Öko-Institut erstelltes Gutachten, welches verschiedene Optionen für den Kraftwerksstandort Kiel prüfte, rät zur Verschiebung der Ausbau-Entscheidung um einige Jahre. Grund sei die derzeitig unsichere Entwicklung der Kohle- und Gaspreise. Der Vorstand der Stadtwerke vertagte die Investitionsentscheidung um drei Jahre.

      Verdreifachung geplant

      Der Energiekonzern E.on und die Stadtwerke Kiel planen, das gemeinsame Kraftwerk Kiel (derzeitige Leistung 350 MW) um einen 800-MW-Kohleblock zu erweitern. Seitdem protestiert die „BürgerInneninitiative umweltfreundliche Energieversorgung für die Region Kiel“ mit Demonstrationen und  Unterschriftensammlungen gegen den Ausbau des Kohlekraftwerks.

      Kontakt vor Ort

      BUND Kiel
      Olshausenstr. 12
      24118 Kiel
      Tel: 0431/80 13 12
      E-Mail: bund.kiel@bund.net

      Ansprechpartnerin: Sonja Peterson
      Tel: 04322/88 79 939



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      oder wo überall geplante Kohlekraftwerke verhindert werden konnten.

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