Der dänische Staatskonzern Dong Energy will klimafreundlicher werden – und verzichtet deshalb auf Kohlekraftwerksprojekte, eins davon am Standort Emden. Der BUND begrüßte diese späte Einsicht des Konzerns, dass Klimaschutz und Kohlekraftwerke nicht zusammenpassen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte von Dong aber zugleich, auf alle neuen Kohlekraftwerke zu verzichten: "Dong plant weiterhin das 1.600 Megawatt Kohlekraftwerk in Lubmin, direkt am Greifswalder Bodden. Mit diesen Plänen zeigt der Konzern, dass er den Sinneswandel noch nicht vollzogen hat, und dass er die Schädigung des Klimas und der Natur am Bodden weiterhin ignorieren will."
Dong, die in Dänemark keine Kohlekraftwerke mehr bauen dürfen, hatten jüngst angekündigt ihren Kraftwerkspark bis 2040 völlig umzubauen und vor allem auf Gas, Biomasse und Wind als Energiequellen zu setzen und so 85 Prozent weniger CO2 auszustoßen als heute. Im Zuge dieses Strategiewechsels wurden nun drei Kohlekraftwerksprojekte im Ausland gestoppt, nur am Standort Lubmin in Deutschland wird festgehalten. Der BUND ist mit seinem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern gegen die Pläne aktiv und plant, gegen eine Genehmigung zu klagen.
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