Beteiligte Stadtwerke: vollständige Liste vom Mai 2008
Die technischen Werke Schussental, die Stadtwerke Konstanz und die Stadtwerke Hammelburg sind wegen ökologischer Bedenken ausgestiegen.
Zusammen mit dem spanischen Energieriesen Iberdrola beschloss der Stadtwerkeverbund Südweststrom im Jahr 2006, ein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel zu bauen. Schnell formierte sich vor Ort entschiedener Widerstand: Die "Bürgerinitiative Gesundheit und Klima Unterelbe" (BIGKU) protestiert gegen die zusätzliche Belastung durch Kohle-Abgase, informiert über die Gefahren des Feinstaubs und organisiert Demonstrationen.
Stadtwerkebeteiligungen wanken – kippt das Kraftwerk?
Zahlreiche Stadtwerke wollen sich als Investoren an diesem Kraftwerk beteiligen. Sogar die von grünen Bürgermeistern regierten Städte Tübingen und Konstanz planen, Geld für den Klimakiller in Brunsbüttel auszugeben. Bürgerproteste vor Ort haben nun erste Erfolge erzielt: Nach wiederholten Anfragen der Grünenfraktion im Stadtrat zogen die Technischen Werke Schussental im April 2008 ihre Beteiligung an Brunsbüttel zurück und investieren das Geld stattdessen in erneuerbare Energien. Der Gemeinderat Konstanz folgte Ende Juni und beendete die Beteiligung der Stadtwerke Konstanz; die Stadtwerke Hammelburg stiegen am 8. Juli 2008 aus dem Projekt aus. Je mehr Stadtwerke sich zurückziehen, desto schwieriger wird die Beteiligung für die Übriggebliebenen – wird auf diese Art das gesamte Kraftwerksprojekt kippen?