Hintergrund: Europa kann 40-prozentige CO2-Minderung bis 2020 erreichen
Studie von BUND/FoEE zu ungenutzten Potenzialen beim Klimaschutz
Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20-prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz entschlossener genutzt würden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Stockholm Environment Institute mit dem Titel "Europe’s Share of the Climate Challenge", die im Auftrag von Friends of the Earth Europe (FoEE), der europäischen Dachorganisation des BUND, erstellt wurde.
Eine 40-prozentige Reduktion der Treibhausgase ist bezahlbar und machbar. Riskante Technologien wie die Atomenergie oder angeblich emissionsfreie Kohlekraftwerke sind dabei überflüssig bzw. kontraproduktiv. Ambitionierter Klimaschutz kann zudem die Lebensqualität der EuropäerInnensteigern und zugleich dazu beitragen, die Entwicklung ärmerer Länder zu ermöglichen.
Die Studie zeigt auch, wie die 27 EU-Staaten bis 2050 im Vergleich zu 1990 ihre CO2-Emissionen um rund 90 Prozent reduzieren könnten und kalkuliert die Kosten für einen solchen CO2–Minderungspfad. Sie basiert auf einem Szenario, in dem die Energieeffizienz radikal gesteigert, Erneuerbare Energien ambitioniert ausgebaut und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschleunigt wird. Dazu kommen wesentliche Änderungen im Lebensstil, vor allem im Mobilitätsverhalten der Menschen.
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