Für ein gerechtes Klimaschutzabkommen!

Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Wird der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase nicht umgehend stark reduziert, drohen durch die globale Erwärmung katastrophale Folgen für unseren Planeten.

Schon jetzt sind die Folgen des Klimawandels für Millionen von Menschen spürbar. Die Meeresspiegel steigen an, Stürme und Hitzewellen nehmen zu. Und der Klimawandel ist ungerecht: verantwortlich für den Klimawandel sind die Industrieländer, die ihren Wohlstand einer auf fossilen Energieträgern basierenden Entwicklung verdanken, während Menschen in den ärmsten Ländern am stärksten unter dessen Folgen leiden.

Der BUND und Friends of the Earth International demonstrieren bei den Klimaverhandlungen 2010 in Cancún für mehr Klimagerechtigkeit.
Der BUND und Friends of the Earth International demonstrieren bei den Klimaverhandlungen 2010 in Cancún für mehr Klimagerechtigkeit.

1992 haben die Vereinten Nationen in der Klimarahmenkonvention beschlossen, dass die Treibhausgasemissionen begrenzt werden müssen, um eine Störung des Klimasystems zu verhindern.

Klimaschutz 1.0: Beschluss des Kyoto-Protokolls 1997

Auf der Klimakonferenz 1997 in Japan wurde die Konvention um das Kyoto-Protokoll erweitert. Es beinhaltet verbindliche Emissionsreduktionsverpflichtungen für 37 Industrieländer für die Zeit von 2008 bis 2012. Um fünf Prozent, im Vergleich zu 1990, wollen sie ihre Emissionen verringern. Doch noch steigen die Emissionen weiter an.

Auf der Klimakonferenz 2010 im mexikanischen Cancún hat sich die Staatengemeinschaft darauf geeinigt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Offen ist jedoch, wie das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden soll.

Zukunft des internationalen Klimaschutzes ungewiss

Die bisher angekündigten Emissionsreduktionen der Industrieländer und die Maßnahmen der Schwellenländer sind völlig unzureichend, und es gibt keine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. Auch ein alternatives internationales Abkommen, das die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ab 2013 regelt, ist nicht in Sicht.

Der BUND setzt sich dafür ein, dass die Weltgemeinschaft so schnell wie möglich ein gerechtes, international verbindliches Klimaschutzabkommen verabschiedet. Das Abkommen muss drastische Emissionsreduktionen vorschreiben und die Industrieländer verpflichten, Entwicklungsländer mit Geld und Technologietransfer bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.



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