Biomasse effizient und naturverträglich nutzen

Die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen spielt in einer Energieversorgung, die möglichst komplett auf die Erneuerbaren setzt, eine wichtige Rolle. Biomasse ist vielfältig und flexibel einsetzbar: Holz, Stroh, Ölpflanzen, Zucker- und Stärkepflanzen, organische Reststoffe oder Bioabfall – all das kann als Biomasse genutzt werden.

Holzstapel, Foto: www.sxc.hu

Den Großteil der Biomasse macht Holz aus, das in Form von Stückholz, Pellets oder Hackschnitzeln verbrannt wird. Bioabfall wie Gülle kann zur Produktion von Biogas genutzt werden. Außerdem kann Biomasse als Pflanzentreibstoff – Ethanol aus Zuckerpflanzen, Biodiesel aus Raps – genutzt werden.

Doch auch bei der Biomassenutzung lauert eine Reihe von Problemen. So wird Tag für Tag Regenwald dem Anbau von Energiepflanzen geopfert, was dem Klimaschutz alles andere als zuträglich ist, ganz zu schweigen von den sozialen Problemen.

Auch mangelnde Energieeffizienz macht die Biomassenutzung vor allem als Treibstoff schwierig. Derzeit nutzen gängige Motoren nur 15-20 Prozent der Energie im Sprit oder Gas, der Rest geht verloren. Außerdem verbrauchen intensiver Anbau, Transport und Verarbeitung der Pflanzen zu Treibstoffen nicht selten die Energie, die eigentlich mit den nachwachsenden Treibstoffen gewonnen werden sollte. Für den Schutz des Klimas ist damit nichts gewonnen.

kleine Biogasanlage, Foto: http://de.wikipedia.org
Biogasanlage mit 240 KW Leistung auf einem Bauernhof in Hessen.

Mit Gülle gespeiste Biogasanlagen bringen mal mehr, mal weniger Energie – je nachdem wie heiß es war und wie viel Wasser die Tiere getrunken haben. Viele Betriebe setzen deshalb auf Rohstoffe, deren Energiepotenzial hoch und genau zu kalkulieren ist – wie Mais, Getreidesilage oder Gras. Damit werden jedoch Monokulturen gefördert. Schädlinge und Krankheiten nehmen zu, und an der Hintertür lauert bereits die Gentechnikindustrie, deren „Patentlösungen“ der Artenvielfalt endgültig den Garaus macht.

 

Der BUND setzt sich daher ein für die

  • umwelt- und naturverträgliche Gewinnung der Biomasse,
  • effiziente Nutzung der Biomasse als Strom- und Wärmelieferantin,
  • bessere Nutzung von Reststoffen wie Mist und Gülle.

Lesen in der BUND-Position "Energetische Nutzung von Biomasse" mehr darüber, welche Kriterien der BUND dafür ansetzt.



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