Erneuerbare Energien ausbauen

Für den BUND ist der weitere ökologisch verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung für die künftige Energieversorgung. Nur wenn die Erneuerbaren möglichst schnell einen großen Teil unserer Stromversorgung übernehmen, können wir auf Kohle- und Atomkraftwerke verzichten. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren ist neben Energiesparen und der deutlichen Steigerung der Energieeffizienz eine wichtige Voraussetzung, um ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen.

Windrad (Foto: Erich Blaich), Solarzelle (Foto: © Norbert Staub, Rikon / PIXELIO), Staustufe (Foto: www.sxc.hu), Holtstapel (Foto: © Thomas Kahrmann / PIXELIO)
2: © Norbert Staub, Rikon / PIXELIO; 4: © Thomas Kahrmann / PIXELIO

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss auch nach seiner Novellierung dazu beitragen, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung weiter deutlich wächst. Das bisherige Ziel des EEG wird klar übertroffen werden. Deshalb muss als Ziel eines erneuerten EEG festgesetzt werden, dass bis zum Jahr 2020 mindestens ein Drittel des Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien stammt. Deshalb muss der Ausbau der Offshore-Windenergie endlich vorankommen. Hier sieht der Gesetzentwurf eine ausreichende Förderung vor.

Wichtige Weichenstellungen fordert der BUND zudem bei der weiteren Förderung der Biomasse. Strenge ökologische Kriterien müssen dafür sorgen, dass die wertvollen nachwachsenden Rohstoffe wesentlich effizienter und naturverträglicher genutzt werden als bisher. Während der Gesetzentwurf deutliche Anreize zur effizienteren Nutzung der Biomasse enthält, fehlen ökologische Kriterien fast völlig. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Mehr Informationen

Zukunft der Stromnetze: Der BUND nimmt Stellung zur Frage des Ausbaus der Stromnetze. Für den BUND hat die Energieeffizienz Vorrang, auf diesem Weg kann der Ausbaubedarf gesenkt werden. Zudem sollten dezentrale Konzepte inkl. dezentraler Speicher entwickelt werden. Beim Bau neuer Stromtrassen muss klar sein, dass diese den erneuerbaren Energien dienen und nicht alten Atom- und neuen Kohlekraftwerken. Bei Planungsprozessen müssen alle Netzdaten offengelegt werden. Der Naturschutz ist prioritär zu beachten – dies gilt auch bei Erdkabeln.

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Sie haben etwas gegen Atom- oder Kohlestrom? Dann wechseln Sie jetzt zu einem Ökostromanbieter, damit Ihr Strom zukünftig nur aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Zudem unterstützen Sie damit den Neubau von Wind-, Solar- und Biomassekraftwerken während Sie gleichzeitig die Atom- und Kohlekraftwerksbetreiber in Deutschland schwächen. Der BUND unterstützt deshalb die Aktion "Atomausstieg selber machen" und gibt Ratschläge, worauf Sie beim Stromwechsel achten sollten.

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