Studie benennt Profiteure des Emissionshandelssystems in Deutschland

Studie "Der Kilmagoldesel" herunterladen

Die Studie "Der Klimagoldesel: Wer sind die Gewinner des EU-Emissionshandels?" der britischen Umwelt­schutz­organisation "Sandbag Climate Campaign", die der BUND mit veröffentlicht, benennt die hauptsäch­lichen Profiteure des Emissionshandelssystems in Deutschland. Absurderweise wehren sich genau die darin aufgeführten Branchen und Unternehmen mit Verweis auf eine mögliche Gefährdung ihrer interna­tionalen Wettbewerbsfähigkeit gegen Klimaschutz­maßnahmen. Dieses Missverhältnis stellt die Studie dar und setzt so der Blockade der energieintensiven Industrie gegen ernsthaften Klimaschutz entscheidende Argumente entgegen.

Die Studie zeigt, dass ThyssenKrupp, die Salzgitter-AG, der Zementhersteller Lhoist, BASF und andere große Unternehmen der Stahl-, Zement-, und Chemieindustrie in Deutschland ein Millionengeschäft mit dem Emissionshandel machen. Allein die zehn größten Profiteure des Emissionshandels verfügen über 48 Millionen überschüssige Emissionszertifikate. Dieser Überschuss hat einen geschätzten Gesamtwert von 624 Millionen Euro – bei einem durchschnittlichen Zertifikatspreis von 13 Euro.

"Frontal 21"-Beitrag zum Thema

In dem Beitrag "Verfehlter Klimaschutz: CO2-Geschenke an die Industrie" vom 8. November 2011 wurde die neue Studie "Der Klimagoldesel" von Sandbag vorgestellt. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger erläutert in dem Beitrag die Kritik des BUND am EU-Emmissionshandel.

Die Sendung in der ZDF-Mediathek – Beitrag zur "Goldesel"-Studie ab Minute 32:40



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