Die Studie "Der Klimagoldesel: Wer sind die Gewinner des EU-Emissionshandels?" der britischen Umweltschutzorganisation "Sandbag Climate Campaign", die der BUND mit veröffentlicht, benennt die hauptsächlichen Profiteure des Emissionshandelssystems in Deutschland. Absurderweise wehren sich genau die darin aufgeführten Branchen und Unternehmen mit Verweis auf eine mögliche Gefährdung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit gegen Klimaschutzmaßnahmen. Dieses Missverhältnis stellt die Studie dar und setzt so der Blockade der energieintensiven Industrie gegen ernsthaften Klimaschutz entscheidende Argumente entgegen.
Die Studie zeigt, dass ThyssenKrupp, die Salzgitter-AG, der Zementhersteller Lhoist, BASF und andere große Unternehmen der Stahl-, Zement-, und Chemieindustrie in Deutschland ein Millionengeschäft mit dem Emissionshandel machen. Allein die zehn größten Profiteure des Emissionshandels verfügen über 60,2 Millionen überschüssige Emissionszertifikate. Das entspricht fast der Menge an Treibhausgasen, die Schweden jährlich ausstößt. Dieser Überschuss hat einen geschätzten Gesamtwert von 782 Millionen Euro – bei einem durchschnittlichen Zertifikatepreis von etwa 13 Euro. Die Liste der Top Ten wird angeführt von ThyssenKrupp mit überschüssigen Zertifikaten im Wert von über 250 Millionen Euro.