Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid – im Fachjargon CCS genannt – ist noch nicht allzu lange in der Diskussion um die Bekämpfung des Klimawandels. Während die Befürworter darin einen unentbehrlichen klimapolitischen Baustein zur weltweiten CO2-Reduzierung sehen, kritisieren es die Gegner als kaum erforschte, teure Risikotechnologie, die zu spät einsatzbereit ist und erhebliche ökologische und soziale Auswirkungen hat. Derweil macht die EU Druck: Bis Sommer 2011 muss Deutschland ein CCS-Gesetz verabschieden – kein leichtes Unterfangen, denn dort, wo Versuchsanlagen in Planung sind, formiert sich der Widerstand.
Die Ausgabe 123 der politischen ökologie bringt Licht ins CCS-Dunkel. Sie erklärt, wie die Technologie funktioniert und zeigt die Potenziale und Risiken. Dient CCS dem Wohl der Allgemeinheit? Wie sieht die Rechtslage aus? Wer trägt langfristig die Kosten? Diese und weitere Fragen diskutiert auch der BUND-Experte Werner Neumann in dem Artikel "Krückentechnologie statt Brückentechnologie".