CO2-Endlagerung birgt Risiken und leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz

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Ein Kohlekraftwerk, das kein klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre pustet? Stattdessen CO2 abscheiden und für immer unter die Erde verpressen? Diesen Wunschtraum haben Energiekonzerne und die Bundesregierung gemeinsam. Die CO2-Abscheidungs-Technologie soll es möglich machen. Ein entsprechendes Gesetz ist auf den Weg gebracht. Europaweit sollen in den nächsten vier Jahren etwa zwölf CCS-Pilotanlagen entstehen. Nur noch eine dieser EU-subventionierten Anlagen wird derzeit in Deutschland geplant, vom Energiekonzern Vattenfall am brandenburgischen Standort Jänschwalde.

Klimaschutz geht anders

Die Klimabilanz der CCS-Technologie ist fraglich. Trotzdem dient sie den Energiekonzernen, trotz Klimawandel, den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken zu legitimieren. Die Entwicklung dieser Technologie und der damit verbundene Weiterbetrieb von Großanalagen blockieren strukturell den Ausbau der erneuerbaren Energien. Wenn weiterhin auf Kohleverstromung gesetzt wird, können – auch mit CCS – die langfristigen Klimaziele (mindestens 80 Prozent weniger Treibhausgase bis 2050) nicht erreicht werden.

Unsichere Endlager

Die unterirdische Endlagerung des Klimagases muss über viele tausend Jahre gewährleistet sein. Doch heute existieren keine Methoden, mit denen die Dichtheit eines Lagerkomplexes zuverlässig vorhergesagt werden kann; mit denen überwacht werden kann, ob Kohlendioxid (schleichend) entweicht und keine Erkenntnisse darüber, wie Leckagen und Wegsamkeiten im Gestein wieder geschlossen werden könnten. Wenn aber schon nur die Menge von 0,01 Prozent pro Jahr entweicht, wäre der Klimaschutzeffekt von CCS dahin.

BUND-Fazit: Die Subventionen, die bereits heute in Technologieentwicklung, Erkundung von Lagerstätten und bald auch Pilotanlagen fließen sollen, wären in echtem Klimaschutz weitaus besser angelegt. Deutlich kostengünstiger sind Alternativen zur Vermeidung von Treibhausgasen wie Effizienztechnologien und bald auch die erneuerbaren Energien.

BUND-Gutachten und Studie zu CCS

Mögliche Standorte für die CCS-Einlagerung

Braunkohle-Kraftwerk Neurath bei Grevenbroich - Quelle: © Kurt F. Domnik / PIXELIO
© Kurt F. Domnik / PIXELIO

Eine von der Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) veröffentlichte Karte führt auf, welche Standorte in Deutschland als Endlagerstätten für CO2 in Frage kommen. 408 Standorte vor allem in Norddeutschland könnten in Zukunft für die hochriskante Technologie genutzt werden.

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