Wer den Klimawandel verursacht, muss auch für Klimaschäden haften

Stahlwerk in Duisburg bei Nacht, Foto: © C. Langer / PIXELIO
Stahlwerk in Duisburg: Der Süden leidet unter dem Energiehunger des Nordens. © C. Langer / PIXELIO

Der Norden lebt auf Kosten des Südens – und das bereits seit Jahrhunderten. Sein Lebensstil ist wie eine schwere Hypothek.

Es ist nicht gerecht, dass die reichen 20 Prozent der Weltbevölkerung rund 80 Prozent der natürlichen Reichtümer der Erde für sich beanspruchen. Zu diesen Reichtümern gehören auch die Atmosphäre und die Weltmeere, die sie als Kohlenstoffsenke nutzen. Deutsche emittieren pro Kopf durchschnittlich zehnmal so viele Treibhausgase wie  AfrikanerInnen. Historisch betrachtet ist der Unterschied noch grösser. Die Folgen des Klimawandels – größtenteils verursacht durch den hohen Verbrauch fossiler Brennstoffe in den Industrieländern – sind schon heute besonders heftig in vielen Entwicklungsländer zu spüren. Hinz kommt, dass sich Industrieländer besser an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können, während in armen Regionen die finanziellen und technischen Mittel fehlen.

Daher müssen die Industriestaaten nicht nur am meisten leisten, um den Klimawandel aufzuhalten, und ihre Emissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 senken. Sie müssen die Entwicklungsländer darüber hinaus dabei unterstützen, sich an den Klimawandel anzupassen. Hierfür sind umfangreiche finanzielle Mittel notwendig. Mindestens 200 Milliarden Dollar an öffentlichen Geldern sind notwendig, um die besonders betroffenen Staaten in die Lage zu versetzen, sich gegen den steigenden Meeresspiegel, zunehmende Dürren und extreme Wetterereignisse zu schützen und einen emissionsarmen Entwicklungspfad zu gehen.

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Lesen Sie warum steigende Emissionen von Schwellenländern keine Ausrede für die Untätigkeit der Industriestaaten sein können:



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