Im Sumava Nationalpark, dem größten Tschechiens, herrscht nahezu echte Wildnis. Über mehr als 600 Quadratkilometer erstrecken sich Bergfichtenwälder, Torfmoore und andere Feuchtgebiete, Gletscherseen und blumenreiche Wiesen. Hier tummeln sich Luchse, Birkhühner, Habichtskauze und europäische Elche.
Rodung trotz Schutzgebietsstatus'
Doch diese Idylle ist bedroht. Obwohl der Park zu den Natura 2000-Gebieten, den UNESCO-Biosphärenreservaten und den Ramsarschutzgebieten zählt, will der neue Direktor des Nationalparks, Jan Strasky, Fichten in ganz großem Stil fällen lassen. Quer durch das Schutzgebiet wird es zu enormen Kahlschlägen kommen. Uralte Bergwälder sind bedroht. Sogar in Gebieten, in denen bis dato ein absolutes Eingriffsverbot galt, rückt nun die Säge an.