Die Äcker der EU sind bisher weitgehend frei von gentechnisch veränderten Pflanzen. 2010 wurde in neun Ländern der 27 EU-Mitgliedstaaten auf insgesamt knapp 91.500 Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Die 91.500 Hektar an Gentech-Anbaufläche entsprechen 0,05 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche und 0,08 Prozent der Ackerfläche in der EU.
Anbau des Gentech-Maises Mon 810 in der EU
2010 wurde der gentechnisch veränderte Mais Mon 810 in sechs EU-Ländern auf rund 91.200 Hektar kommerziell angebaut. Der Anteil der Gentech-Mais-Anbaufläche an der gesamten Mais-Anbaufläche in der EU beträgt 1,1 Prozent. Der Gentech-Mais Mon 810 des US-Unternehmens Monsanto war bis 2010 die einzige in der EU zum kommerziellen Anbau zugelassene gentechnisch veränderte Pflanze. Der Löwenanteil von rund 76.600 Hektar wuchs auf spanischen Äckern. In sieben EU- Ländern ist der Anbau des Mon 810 verboten: in Österreich seit 1999, in Ungarn seit 2005, in Griechenland seit 2006, in Frankreich seit 2008, in Luxemburg seit 2009, in Deutschland seit 2009 und in Bulgarien seit 2011. Mehr zum Mon 810...
Anbau der Gentech-Kartoffel Amflora in der EU
Im März 2010 hat die EU-Kommission Amflora als erste gentechnisch veränderte Kartoffel weltweit für industrielle Anwendungen und als Futtermittel zugelassen. Aufgrund erheblicher Sicherheitsbedenken und einer fehlenden Umweltverträglichkeits-prüfung wurde in Österreich bereits ein nationales Anbauverbot für Amflora beschlossen. Auch in Luxemburg und in Ungarn ist der Anbau von Amflora verboten. Mehr zu Amflora...
Tabelle: Anbau von gv-Pflanzen in der EU zwischen 2005 und 2010 (in ha); Quelle: transgen.de (industrienahes Internetportal), 23. November 2011.