Kommerzieller Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen

Gentechnisch veränderte Pflanzen werden seit 1995 kommerziell angebaut. Der weltweite Anbau konzentriert sich auf sechs Länder: USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, Indien, China. Dort wachsen 95 Prozent aller weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen.

Mais hat einen Anteil von 30% an den weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen.

Die Äcker in der EU sind bisher weitgehend frei von Gentechnik. Kommerziell dürfen gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU dann angebaut werden, wenn sie über zwei Zulassungen verfügen: die Anbaugenehmigung nach der EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG und eine Sortenzulassung. Mit ihr ist ein Eintrag in den nationalen oder EU-Sortenkatalog verbunden.

In der EU sind zwei gentechnisch veränderte Pflanzen zum Anbau zugelassen: seit 1998 der Mais Mon 810 des US-Unternehmens Monsanto und seit März 2010 die Gentech-Kartoffel Amflora der BASF.

Der gentechnisch veränderte Mais Mon 810 ist mit einer Vielzahl von Sorten im EU-Sortenkatalog verzeichnet. Im deutschen Sortenkatalog sind acht Sorten eingetragen, die Monsanto, Pioneer, der KWS Saat AG und EURALIS entwickelt haben.

Die Sortenzulassung für Deutschland erhielt der Mon 810 Ende 2005 unter dem damaligen Landwirtschaftsminister Horst Seehofer. 2006 wurde Gentech-Mais auf 950, 2007 auf 2.685 und 2008 auf 3.171 Hektar angebaut. Das entsprach jeweils unter 0,2 Prozent der gesamten deutschen Maisanbaufläche. Seit 2009 ist der Anbau hierzulande verboten. Deutschland folgte damit Österreich, Ungarn, Griechenland, Frankreich und Luxemburg.

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Forscher mit Reagenzglas, Foto: www.bilderbox.com

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