Aussaat von Gentech-Saatgut illegal – BUND begrüßt Urteil zur Gentechnik

© M. Großmann / PIXELIO
© M. Großmann / PIXELIO

Der BUND begrüßt das Urteil des Bundesverwaltungs­gerichts zur Gentechnik. Saatgut, das mit für den An­bau nicht zugelassenen gentechnisch veränder­ten Or­ganismen verunreinigt ist, darf nicht auf hiesigen Feldern wachsen. Wie bisher müssen Felder wieder umgepflügt werden, wenn sich erst nach dem Aussäen herausstellt, dass das Saatgut verunreinigt war. 

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Keine Gentechnik auf dem Acker

Aktionsgrafik "Keine Gentechnik auf dem Acker!", Foto: Wikipedia Commons, Montage: BUND

Kommentar des BUND zur Abstimmung des EU-Parlaments zur Gentechnik (5.7.2011)

Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin: "Die Europaparlamentarier haben sich heute als Volksvertreter im besten Sinne erwiesen. Die EU-Staaten sollen rechtsverbindlich die Möglichkeit bekommen, ihr Territorium gentechnikfrei zu halten. Damit erfüllen die Abgeordneten den Wunsch der Mehrheit der EU-Bürger, die keine Gentechnik auf dem Acker und im Essen will. Jetzt müssen die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission dem Beschluss des Parlaments zustimmen. Besonders Deutschland ist gefordert, seine Blockadehaltung aufzugeben. Bundeskanzlerin Merkel und Agrarministerin Aigner dürfen sich nicht länger in den Dienst großer Gentechfirmen wie der BASF stellen, sondern müssen sich in Brüssel für nationale Anbauverbote einsetzen."

Der BUND hat im Vorfeld unter anderem mit einem Appell an die Spitzen der fünf deutschen Fraktionen im Europaparlament erfolgreich Druck gemacht.

Nachhaltige Gentech-Soja – ein Fall von Verbrauchertäuschung

Sojabohnenanbau in Südamerika, Foto: F. Weberich

Im Frühsommer 2011 ist gentechnisch veränderte Soja aus Südamerika im grünen Mäntelchen der Nachhaltigkeit auf den EU-Markt gekommen – mit neuem Label als "verantwortungsbewusst" etikettiert. Dahinter steht der "Runde Tisch für verantwortungsbewusste Soja" (RTRS). Ihm gehören u.a. Sojaproduzenten, Gentech-Unternehmen und die Umweltstiftung WWF International an. Der BUND findet, dass Gentech-Soja niemals "verantwortungsbewusst" sein kann.
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Urteil des Bundesverfassungsgerichts stärkt Verbraucher

'Ohne Gentechnik'-Logo mit Paragrafen-Zeichen

Die höchstrichterliche Bestätigung der Haftung bei gentechnischen Verunreinigungen von Nachbarfeldern ist ein großer Erfolg. Die Interessen der gentechnikfrei wirtschaftenden Landwirte und Lebensmittel­produzenten werden mit diesem Urteil gewahrt. Haften muss, wer genmanipulierte Pflanzen in Umlauf bringt.

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Milch ohne Gentechnik bei Lidl – und keiner soll es wissen

Lidl-Schild an Filiale, Foto: Europa Photography / www.flickr.com

Lidl verkauft in seinen bayerischen Filialen Milchprodukte ohne Gentechnik, allerdings ohne darauf hinzuweisen. Milch, Joghurt und Butter mit dem neuen Label "Ein gutes Stück Heimat" stammen nicht nur aus der Region, sondern werden auch ohne Gentech-Futtermittel hergestellt. Für Lidl produzierende Bauern müssen laut Spiegel Online Erklärungen unterschreiben, in der sie die gentechnikfreie Fütterung garantieren. Mehr bei Spiegel Online …
Zur BUND-Aktion "Ohne Gentechnik" …

"Vergiftetes Land": Film zu den Folgen des Soja-Anbaus

Silhouette Südamerikas mit schemenhaft eingeblendetem Gesicht, darüber Filmabspiel-Button

Eine Spur der Zerstörung zieht sich von europäischen Massentierhaltungen bis in die Wälder Südamerikas. Dort vernichten riesige Sojaplantagen, die für die Fütterung europäischer Hühner, Kühe und Schweine benötigt werden, die einheimische Fauna und Flora. Der 12-minütige Online-Dokumentarfilm "Vergiftetes Land" schildert diese Zusammenhänge eindringlich.
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Was können Sie noch tun?

Nutzen Sie Ihre Macht als VerbraucherIn

Kaufen Sie keine Produkte, die als "gentechnisch verändert" gekennzeichnet sind. Kaufen Sie Milch, Fleisch und Eier von Tieren aus artgerechter Bio- oder Neulandhaltung. Nur so können Sie sicher sein, dass die Tiere keine Gentechnik im Trog hatten. Wir haben Einkaufstipps für Sie.

Nutzen Sie Ihre Macht als WählerIn

Machen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten und PolitikerInnen Ihres Wahlkreises klar, dass Sie Agro-Gentechnik nicht wollen. Fordern Sie sie auf, Ihre Interessen zu vertreten.

Nutzen Sie Ihre Macht als StaatsbürgerIn

Informieren Sie sich über das Standortregister, ob bei Ihnen in der Nähe
Gentech-Pflanzen angebaut werden. Organisieren Sie mit Gleichgesinnten Proteste, um die Aussaat zu verhindern.

Nutzen Sie Ihre Macht als VerfechterIn einer gentechnikfreien Landwirtschaft

Gentechnikfreie Regionen

Überzeugen Sie Landwirte davon, gentechnikfreie Regionen zu gründen. Setzen Sie sich dafür ein, dass in den von Ihrer Gemeinde vergebenen Pachtverträgen der Gentech-Anbau verboten wird. Mehr Informationen finden Sie unter www.gentechnikfreie-regionen.de



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Forscher mit Reagenzglas, Foto: www.bilderbox.com

Die Studie belegt: Das Hauptinteresse an der Gentechnik kommt aus der agrochemischen Industrie. Die Heilsversprechen der Gentechnik-Konzerne sind unrealistisch.

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