Hintergrund zur Novel-Food-Verordnung
Das Europäische Parlament hat sich in erster Lesung der neuen Novel-Food-Verordnung für eine Kennzeichnungspflicht von Nanomaterialien und eine umfassende Prüfung anhand standardisierter Testverfahren ausgesprochen. Da solche für Nanomaterialien derzeit noch fehlen, käme dies einem de facto Moratorium für Nanomaterialien in Lebensmitteln gleich, so es der BUND fordert. Dazu müssen aber noch die Kommission und der Ministerrat dem Votum des Parlaments folgen.
BUND-Position zur Nachbesserung der EU-Kosmetikverordnung
Nanomaterialien können bislang ohne besondere Prüfung oder Kennzeichnung in Kosmetika verwendet werden. Der BUND fordert das EU-Parlament und den Rat auf, die europäische Kosmetikrichtlinie, die derzeit in eine neue Verordnung überführt wird, nachzubessern. Es müssen dringend eine verpflichtende Registrierung, Sicherheitsprüfung und Kennzeichnung für Nano-Kosmetika eingeführt werden. Sollten Zweifel an der Sicherheit eines Produkts bestehen, muss die Beweislast künftig beim Hersteller liegen und nicht, wie im Verordnungsentwurf des Umweltausschusses, bei der EU-Kommission.
BUND-Positionspapier zur Nanotechnologie
Obwohl erste Studien auf erhebliche Gefahren durch Nanopartikel hinweisen, drängt die Industrie derzeit massiv mit "Nanoprodukten" auf den Markt. In diesem Positionspapier fordert der BUND mehr Vorsorge im Umgang mit der Nanotechnologie.
Kriterien zur Kontrolle von Nanotechnologien und Nanomaterialien
Anlässlich der Zwischenbilanz des so genannten "Nanodialogs" - eines von der Bundesregierung eingesetzten Gremiums zur Bewertung von Chancen und Risiken der Nanotechnologie - haben der BUND und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Einführung gesetzlicher Regeln für den Umgang mit Nanomaterialien gefordert.