Pestizide: Gift für die biologische Vielfalt
Pestizide, von der chemischen Industrie lieber "Pflanzenschutzmittel" genannt, sind ganz besondere Giftcocktails, die mit voller Absicht großflächig in der Umwelt verteilt werden. Denn schließlich ist genau das ihr Zweck: Pflanzen und Tiere zu vergiften, zu töten, am Wachstum zu hindern. Natürlich alles zum Nutzen einer möglichst effizienten Land- und Forstwirtschaft, für ordentliche Gärten, Wege, Parks und Grünanlagen. Vergiften sollen die Pestizide eigentlich nur "Schädlinge" wie bestimmte Insekten oder "Unkräuter", und das auch nur auf den behandelten Ackerflächen.
Doch so exakt lässt sich die Wirkung der Gifte nicht kontrollieren. Pestizide sind eine große Gefahr für die biologische Vielfalt. Wo sie eingesetzt werden, nimmt die Vielfalt rapide ab. Und das nicht nur auf den Äckern. Etliche Tier- und Pflanzenarten sind stark gefährdet durch den flächendeckenden Einsatz von Pestiziden vor allem in der Landwirtschaft, aber auch in Wäldern, in Parks und Grünanlagen, auf Wegen und Plätzen sowie in privaten Gärten und Kleingärten.