In den Industrieländern waren Produktion und Gebrauch dieser Chemikalien bereits vorher verboten oder weitestgehend reguliert. Anders ist dies in Entwicklungsländern und in verschiedenen osteuropäischen Staaten, in denen diese Chemikalien noch weit verbreitet sind.
Gerade das hochproblematische DDT findet in Entwicklungsländern wieder verstärkt Anwendung, z.B. in der Landwirtschaft und der Malariabekämpfung. Dabei gibt es in beiden Anwendungsgebieten sicherere Alternativen.
Pestizidfreie Ansätze zur Malariabekämpfung werden jedoch in Weltmalariaberichten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur schlagwortartig erwähnt, und sie werden bisher wenig gefördert. Die Studie "Umweltfreundliche Malariabekämpfung ohne DDT – Strategien und Erfolgsberichte" (PDF) von PAN Germany zeigt Ansätze einer vorsorgenden und pestizidarmen bzw. pestizidfreien Malariakontrolle unter anderem anhand von Länderbeispielen auf.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Vereinbarung der POPs-Konvention eine Öffnungsklausel beinhaltet, durch die die Liste der besonders gefährlichen und zu verbietenden Chemikalien erweitert werden kann. Seit 2009 sind daher weitere Stoffe in die POPs Konvention aufgenommen worden: Alpha- und beta-HCH, Hexabrombiphenyl, Chlordecon, viele bromierte Flammschutzmittel, Lindan für die Bekämpfung von Kopfläusen und Krätze, Perfluoroctansulfate (PFOS) mit Ausnahmen für bestimmte Bereiche. (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/pops.htm)
Mehr zur POPs-Konvention auf www.pops.int (in Englisch)