BUND-Initiative "Schadstofffreies Krankenhaus"

Krankenbett mit Vorrichtung für medizinische Anwendungen, Foto: © Paul-Georg Meister / PIXELIO
Viele medizinische Produkte wie Blut-, Infusions- und Dialysebeutel, Katheter und Schlauchsysteme bestehen aus PVC, das den giftigen Weichmacher DEHP enthält. © Paul-Georg Meister / PIXELIO

Viele Medizinprodukte sind aus Weich-PVC hergestellt, die den Weichmacher DEHP enthalten. Das Fehlen konkreter gesetzlicher Forderungen in Bezug auf die Vermeidung von DEHP im Gesundheitswesen hat verschiedene öffentliche Behörden und Interessenvertreter dazu veranlasst, Stellungnahmen abzugeben, um Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen die Notwendigkeit eigeninitiativen Handelns aufzuzeigen.

Die Notwendigkeit, DEHP-haltige Produkte im Klinikalltag zu vermeiden, wird durch die wissenschaftliche Datenlage deutlich. So weist das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einer Stellungnahme darauf hin, dass Früh- und Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder, Kinder und Jugendliche bis zur Pubertät, schwangere Frauen und stillende Mütter als Risikopatienten in Bezug auf den Einsatz DEHP-haltiger Medizinprodukte eingestuft werden müssen. Darüber hinaus betont das BfArM, dass einige medizinische Verfahren besonders kritisch zu bewerten sind. Ein sehr hoher DEHP-Eintrag kann durch Medizinprodukte erfolgen, die dazu bestimmt sind, dem Organismus fetthaltige Flüssigkeiten zuzuführen. Ein ebenfalls erhöhter DEHP-Eintrag geht von Produkten aus, die auf Grund ihres Verwendungszwecks in Kontakt mit Schleimhaut, Blut, Wunden oder Geweben treten.

Hersteller und Lieferanten stellen inzwischen ein zunehmendes Angebot an DEHP-freien Medizinprodukten zur Verfügung. Dass in vielen Bereichen des Gesundheitswesens der Austausch DEHP-haltiger Medizinprodukte möglich ist, zeigen einige erfolgreiche Beispiele von Krankenhäusern in Österreich, Schweden, Tschechien oder den Vereinigten Staaten.

Mit der Initiative "Schadstofffreies Krankenhaus" haben wir das Gesundheitswesen für das Problem DEHP-haltiger Medizinprodukte sensibilisiert. Der Einsatz innovativer und risikofreier Medizinprodukte vor allen in Kliniken gewährleistet eine bessere Gesundheitsvorsorge und einen besseren Patientenschutz. Wir bieten unter anderem einen Leitfaden an, wie die Vermeidung entsprechender Produkte praktisch umgesetzt werden kann.



Jetzt online BUND-Mitglied werden!, © www.photocase.com / mr nico
Jetzt online spenden, © istock.com/johnnorth

Jetzt Fan werden auf www.facebook.com/bund.bundesverband   Folgen Sie uns auch auf www.youtube.com/bundgermany   Folgen Sie uns auch auf www.twitter.com/BUND_net   Abonnieren Sie unseren RSS-Feed

Newsletter "Chemie"

Faltblatt "Schadstofffreies Krankenhaus"

Titelblatt Faltblatt "Initiative Schadstofffreies Krankenhaus"

Das Faltblatt zur Initiative "Schadstofffreies Krankenhaus" zeigt Alternativen zu gesundheits- schädlichen Medizinprodukten auf und benennt die Vorteile für Krankenhäuser, die auf solche Produkte verzichten.

Faltblatt herunterladen

Faltbaltt: "Vermeidung von PVC im Krankenhaus"

Titelbild des Faltblattes "Vermeidung von PVC im Krankenhaus"

Das Faltblatt fasst die Erfahrungen einiger Kliniken beim Ausstieg aus der Verwendung DEHP-haltiger Medizinprodukte zusammen.

Faltblatt herunterladen

Faltblatt "Warum im Gesundheitswesen gesundheitsschädigendes PVC zunehmend abgelehnt wird"

Titelbild des Faltblattes "Warum im Gesundheitswesen gesundheitsschädigendes PVC zunehmend abgelehnt wird"

PVC steckt in vielen medizinischen Produkten und gefährdet die Gesundheit der Patienten. Aber auch schon Produktion und Ensorgung belasten Mensch und Umwelt.

Faltblatt herunterladen

Suche