Viele Alltagsgegenstände wie Elektronikartikel und Möbel enthalten Flammschutzmittel. Die bekanntesten Vertreter dieser Stoffgruppe sind sogenannte bromierte Flammschutzmittel wie PBDE (polybromierte Diphenylether) und HBCD (Hexabromcyclododecan). In Europa wurden im Jahr 2005 knapp 30.000 Tonnen dieser Substanzen eingesetzt.
Beachtliche Konzentrationen in der Muttermilch
Bromierte Flammschutzmittel, die brennbaren Stoffen beigefügt werden, gehen keine chemischen Verbindungen mit den Kunststoffen ein und entweichen wieder, besonders bei Erwärmung. Folgerichtig lassen sie sich zum Beispiel in der Innenraumluft nachweisen und gelangen über diesen Weg in den Menschen und in die Umwelt. Sie sind schwer abbaubar (persistent) und können sich in Lebewesen anreichern (bioakkumulierbar). Daher sind sie weit verbreitet und im Blut, im Fettgewebe und in der Muttermilch in beachtlichen Konzentrationen zu finden.