Bisphenol A

  • Bisphenol A in Babyfläschchen, ©istock.com
  • Bisphenol A in Getränkedosen, ©pixelio.de/Rike
  • Bisphenol A in Plastikgeschirr ©istock.com/RuslanOmega

Bisphenol A ist ein Grundstoff zur Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat. Er ist in vielen Alltagsgegenständen enthalten, z.B. in

Analysen des BUND haben Bisphenol A zudem im Hausstaub von Kindertagesstätten nachgewiesen. Seit dem 1. Juni 2011 ist EU-weit der Einsatz von Bisphenol A in Babyfläschchen verboten.

Bisphenol A: hohe Konzentrationen im menschlichen Blut

Innerhalb Deutschlands werden jährlich ca. 410.000 Tonnen vermarktet. Bisphenol A kann sich bei Kontakt mit Lebensmitteln aus dem Produkt lösen und ist dann in diesen nachweisbar. Der mittlere Gehalt an Bisphenol A im menschlichen Blut ist mittlerweile höher als die Konzentration, die bei Mäusen zu einer Beeinträchtigung der Sexualentwicklung führen kann.

Bisphenol A: Hormongift mit fatalen Folgen

Bisphenol A gehört zu den hormonellen Schadstoffen, die bereits in winzigen Mengen in unseren Hormonhaushalt eingreifen können. Es ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie wenig die traditionelle Risikobewertung noch geeignet ist, tatsächliche Schäden zu erfassen: Möglicherweise ist es durch eine direkte Einwirkung auf Hormonrezeptoren in geringeren Konzentrationen schädlicher als in größeren Mengen. Frühreife, eine reduzierte Spermienzahl oder auch Verhaltensstörungen werden als mögliche Folgen diskutiert.

Bisphenol A: BUND fordert Ersatz durch sichere Alternativen

Bisphenol A ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine von der Industrie unabhängig finanzierte Risikobewertung ist. So wiesen alle Ergebnisse unabhängiger wissenschaftlicher Untersuchungen der letzten Jahre auf eine Gesundheitsgefährdung hin, wohingegen alle von der Industrie durchgeführten Studien Entwarnung gaben. Umso problematischer ist es, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge im Sommer 2007 um das Fünffache auf 0,05 mg je Kilogramm Körpergewicht erhöhte – ein Vorgehen, dass von Umwelt- und Verbraucherschützern stark kritisiert wurde und wird. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht im Moment keinen Handlungsbedarf für den Gesetzgeber.

Im Rahmen der Umsetzung des seit Juli 2007 gültigen neuen Chemikaliengesetzes REACH fordert der BUND ein Verbot des Stoffes für alle Anwendungsbereiche, für die sicherere Alternativen vorhanden sind.

Immerhin ist seit 1. März 2011 EU-weit der Einsatz von Bisphenol A bei der Produktion von Babyflaschen verboten und ab 1. Juni 2011 auch die Vermarktung bisphenol-A-haltiger Babyflaschen.

Kitas mit Bisphenol A belastet

Zwei Kinder im Kindergartenalter vor der BUND-Messtabelle

Der BUND hat die gesundheitsschädliche Chemikalie Bisphenol A in Kindertagesstätten nachgewiesen. Bisphenol A beeinträchtigt bereits in geringsten Mengen das empfindliche Hormonsystem von Kindern. Obwohl Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner vom BUND schon mehrmals auf die Gefahren hingewiesen wurde, glänzt sie bisher durch Untätigkeit: zur Pressemitteilung

Der BUND setzt sich mit seiner Aktion "Zukunft ohne Gift" dafür ein, dass Kinder in einer gesunden Umgebung aufwachsen. Der BUND-Elternratgeber
"Chemikalien im Haus"
gibt Tipps, wie sich die Schadstoffbelastung von Kleinkindern reduzieren lässt.

Zukunft ohne Gift: Schreiben Sie eine E-Mail an Verbraucherministerin Aigner, um Kinder besser zu schützen.

Aktuelle BUND-Aktion: Machen Sie mit!

Der BUND will Kinder vor gefährlichen Chemikalien schützen: Machen Sie mit bei der Aktion "Zukunft ohne Gift".

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Babyschnuller und Babyfläschchen, Foto: www.istockphoto.com

Babyfläschchen ohne Bisphenol A schützen Kinder

Der BUND begrüßt die Erklärung des Bundesver­braucher­schutzministeriums, ab dem 1. Juni 2011 Bisphenol A in Babyfläschchen zu verbieten. Die Übergangsfrist für bereits hergestellte Artikel ist jedoch inakzeptabel.

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Bisphenol A in Red-Bull-Dose, Foto: Rike / www.pixelio.de

Hormone aus der Dose

In den Innenbeschichtungen der Getränkedosen von Sprite, Red Bull, Schöfferhofer, Faxe-Bier, Nescafé und weiteren Abfüllern hat ein vom BUND beauftragtes Labor zwischen 0,3 und 8,3 Mikrogramm Bisphenol A pro Dose gefunden.

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Babyschnuller, Foto: www.sxc.hu/B.Szewczyk

Schnuller geben Bisphenol A ab

In allen zehn im Auftrag des BUND untersuchten Schnullern wurde Bisphenol A gefunden. Folgetests ergaben, dass sich die Substanz durch Speicheleinwirkung aus den Schnullern lösen kann.

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BUND-Studie "Hormone in der Babyflasche. Bisphenol A: Beispiel einer verfehlten Chemikalienpolitik".

Die Studie zeigt: Bisphenol A, einer der weltweit am häufigsten eingesetzten chemischen Stoffe, kommt als Ursache für dauerhafte Veränderungen des Nerven- und Hormonsystems in Frage. Er kommt ausgerechnet dort vor, wo er besonders gefährlich wirkt: in der Babyflasche.

Comic mit Frau Lembke: Pfui Teufel, Bisphenol A

Kein Geheimnis ist vor Frau Lembke sicher. Auch Prof. Staubmantel verrät ihr die vertraulichen Ergebnisse seiner Studie zu den alarmierenden gesundheitlichen Auswirkungen von Bisphenol A, das z.B. in Babyfläschchen steckt. Frau Lembkes Enkelin bekommt deshalb ihre Milch jetzt aus einem Glasfläschchen.