Gefährliche Lieblinge – Hormoncocktail im Spielzeug

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Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken: Teddy, Schnuller & Co. sind häufig hoch mit die Gesundheit gefährdenden Schadstoffen belastet. Das ist beunruhigend, denn gerade Kinder sind besonders sensibel.

Vor allem Produkte aus Kunststoff enthalten häufig gefährliche Schadstoffe. Da Chemikalien im Plastik nicht fest gebunden sind, können sie mit der Zeit entweichen und dann in die Umwelt übergehen oder vom menschlichen Körper aufgenommen werden. Besonders weitreichende Auswirkungen haben dabei hormonell wirksame Substanzen. Dazu gehören vor allem Weichmacher (Phthalate), bromierte Flammschutzmittel, Bisphenol A und Organozinnverbindungen.

Sie greifen in das fein ausbalancierte Hormonsystem ein, das alle Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert. Hormonelle Schadstoffe wirken selbst bei niedrigsten Konzentrationen und können sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Eine Vielzahl von Erkrankungen und Störungen wird mit ihnen in Verbindung gebracht: Bei Jungen kann die Belastung mit hormonellen Chemikalien zu Missbildungen der Geschlechtsorgane und Unfruchtbarkeit führen, bei Mädchen können verfrühte Pubertät sowie, im späteren Alter, Brustkrebs die Folge sein. Auch Diabetes und Asthma - Krankheiten, die in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetreten sind – können im Zusammenhang mit der Belastung durch hormonelle Stoffe stehen.

Spielzeugpuppe, Foto: BUND / Oliver Veit

Der BUND klärt in seiner neuen Broschüre "Gefährliche Lieblinge – Hormoncocktail in Plüsch und Plastik macht Kinder krank" darüber auf, bei welchen Spielsachen besondere Vorsicht geboten ist und gibt konkrete Verbrauchertipps. Dabei wird deutlich, dass die Politik bisher noch nicht die notwendigen Konsequenzen aus der vielfach belegten Schadstoffbelastung im Kinderzimmer gezogen hat. Die Gesetze sind unzureichend und die Umsetzung wird nicht effektiv kontrolliert. Der BUND ruft die Regierung auf, den Schutz unserer Gesundheit endlich ernst zu nehmen und hormonelle Chemikalien aus kindernahen Produkten zu verbannen. Auch die Hersteller müssen sich ihrer Verantwortung stellen.

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