Chemie vermeiden durch mehr Wissen

Wir werden es im Alltag kaum schaffen, gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien vollständig zu vermeiden. Schließlich befinden wir uns oft genug in Situationen – sei es beim Mittagessen in der Kantine, in Kaufhäusern oder im Krankenhaus –, in denen wir die Produktwahl nur sehr eingeschränkt beeinflussen können.

Umso wichtiger ist es für jeden Einzelnen von uns, die Produktwahl so zu gestalten, dass ein gewisser Standard an Qualität und Umweltverträglichkeit erfüllt wird. Denn Lebensmittel wie auch Gebrauchsgegenstände, bei deren Herstellung ökologische Aspekte berücksichtigt wurden, sind gesünder und umweltverträglicher.

Verkaufsregal mit Bio-Gemüse, Foto: © brit berlin / PIXELIO
Bio-Gemüse ist zwar etwas teurer, dafür aber in der Regel nicht mit Pestiziden belastet. © brit berlin / PIXELIO

So empfiehlt es sich zum Beispiel Biolebensmittel zu kaufen, denn diese sind normalerweise nicht mit synthetischen Pestiziden belastet, da diese im Ökolandbau nicht eingesetzt werden dürfen. Außerdem ist die Zahl der zugelassenen Zusatzstoffe bei Bio-Produkten deutlich geringer im Vergleich zu konventionellen Waren. Das mittlerweile umfangreiche Angebot ermöglicht es auch Verbrauchern mit kleinem Geldbeutel, zumindest zum Teil auf Bio-Produkte zurückzugreifen, die einen höheren Standard an Qualität und Umweltverträglichkeit besitzen und artgerecht erzeugt sind. Sie schützen damit nicht nur sich selbst und Ihre Kinder, sondern tragen zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft bei.

Wie im Bereich der Ernährung gibt es auch für viele Alltagsprodukte und Kosmetika Gütesiegel und Warentests, die zusätzliche Informationen geben und damit die Möglichkeit, die Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Trotzdem wissen wir oft zu wenig, um gesundheits- und umweltverträgliche Produkte wählen zu können. Dieses Manko wird von der neuen europäischen Chemikalien-Gesetzgebung REACH ein wesentliches Stück behoben, denn es verleiht uns einen Rechtsanspruch darauf zu erfahren, ob in den erworbenen Artikeln schädliche Chemikalien enthalten sind.



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