Für eine Zukunft ohne Gift

Globus aus Plastikmüll; Foto: FaceMe/ flickr.com

Ob hormonelle Schadstoffe in der Bodylotion und im Babyschnuller, fortpflanzungs­schä­digende Stoffe im Kinderspielzeug und Kunstledersofa oder krebserregende Chemikalien in Badelatschen und Bratpfannen – wir sind umgeben von Alltags­produkten, die gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.

Dabei hat sich in Europa einiges getan: Die Zeit der offensichtlichen Verschmutzung durch Chemikalien ist hierzulande so gut wie vorbei. Rauchende Fabrikschlote und stinkende Abwasserbrühen gehören der Vergangenheit an. Dennoch gelangen auch bei uns gefährliche Chemikalien in die Umwelt und den Menschen. Die Verschmutzung ist nur weniger sichtbar geworden. So werden giftige Pestizide immer noch in hohen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzt. Sie töten Bienen und Vögel und können auch Menschen krank machen. Über Alltagsprodukte kommen Verbraucher mit einem Chemikaliencocktail in Kontakt, der die Gesundheit schädigen kann. Kinder reagieren darauf besonders empfindlich. Vor allem Gegenstände aus Plastik sind belastet. Schätzungsweise 1.500 Stoffe sind auf dem europäischen Markt, die besonders gefährliche Eigenschaften besitzen, zum Beispiel krebserregend sind. Seit einiger Zeit sind Chemikalien, die wie Hormone wirken, in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Sie werden mit Krankheiten wie Unfruchtbarkeit und Brust- und Hodenkrebs in Verbindung gebracht, die in den letzten Jahrzehnten gehäuft auftreten. Zu den hormonellen Schadstoffen gehören zum Beispiel Phthalat-Weichmacher, Bisphenol A und Parabene. Sie können in PVC-Böden, Körperpflegeprodukten, Spielsachen, Konservendosen, Gummistiefeln und Kassenbons stecken.

Der BUND macht sich stark für den Verbraucher- und Umweltschutz vor gefährlichen Stoffen –  für eine Zukunft ohne Gift! Wir setzen uns gegenüber Politik und Industrie dafür ein, dass gesundheitsschädliche Chemikalien durch sichere Alternativen ersetzt werden – und haben schon wichtige Erfolge erzielt.

BUND vs. Bayer: BUND gewinnt Gerichtsstreit um Pestizid

Bienen, die mit Pestizid besprüht werden

Der Chemieriese Bayer hatte den BUND vor Gericht gebracht, um ihn mundtot zu machen. Doch im März 2015 hat das Landgericht Düsseldorf sein Urteil zugunsten des BUND gefällt. Dieser darf wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizidprodukte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck "nicht bienen­gefährlich" um eine Irreführung von Verbrauchern handelt. Mehr...

Weichmacher im Spielzeug vermeiden – mit dem BUND-Ratgeber

Kind im Bällebad; Foto: Klaus Offermann / pitopia.de

Sie wollen Ihren Kindern eine gesunde Umgebung bieten und suchen nach Spielzeug ohne gesundheitsschädliche Weichmacher? In unserem "Ratgeber für PVC-freie Kindergärten und Kinderzimmer" finden Eltern und ErzieherInnen giftfreie Alternativen für gängige Kinderspielzeuge. Mehr...

ToxFox – Der Kosmetik-Check spürt hormonell wirksame Stoffe im Duschgel auf

Frau im Supermarkt, die ein Kosmetikprodukt mit der ToxFox-App checkt

Mehr als jedes vierte Pflege- und Kosmetikprodukt auf dem deutschen Markt enthält hormonell wirksame Chemikalien, die unter anderem mit der Zunahme von Brust-, Prostata- und Hodenkrebs in Verbindung gebracht werden. Um diese Stoffe aufzuspüren, hat der BUND den ToxFox erfunden: Per Handy oder Internet können Kosmetika damit spielend leicht auf die problematischen Inhaltsstoffe überprüft werden. Mehr...

Hormone im Duschgel oder Zukunft ohne Gift?

Ob ToxFox-App, Studien, Elternratgeber oder Labortests von Alltagsprodukten – mit Ihrer Hilfe sind wir chemischen Giftstoffen auf der Spur. Unterstützen Sie unsere Arbeit jetzt mit einer Spende. Vielen Dank!

Mehr Informationen



Newsletter "Chemie"

Online unterzeichnen!

Machen Sie sich für die Bienen stark und schreiben eine Protestmail an Bayer!

Testen Sie Ihre Kosmetika!

Suche