Ein hoher Totholzanteil bietet Nahrung, Lebensraum und Nistplätze für viele gefährdete Arten und Lebensgemeinschaften. Natürliche Verjüngung gewährleistet auch eine natürliche Sukzession. Wo Bäume absterben und kleine lichtreiche Flecken entstehen, wandern Arten ein, die an solche Lichtverhältnisse angepasst sind.
Wälder haben neben Ozeanen und Mooren den größten Einfluss auf das globale Klima, sie speichern ungeheure Mengen Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff, dienen als Wasserspeicher, binden Schadstoffe, filtern die Luft und schützen vor Überschwemmungen und Erosion. Außerdem bilden sie Refugien für viele Arten, die ihre Lebensräume außerhalb des Waldes verloren haben.
In Anbetracht der Bedeutung der Wälder für die biologische Vielfalt und das globale Klima ist die fortschreitende Zerstörung dieses Lebensraumes umso gravierender. Mehr als die Hälfte der Wälder sind weltweit bereits vernichtet. Pro Minute fallen Waldflächen in der Größe von 35 Fußballfeldern illegalem Holzeinschlag, Brandrodung oder der Umwandlung in Ackerland und Weideflächen zum Opfer. Der verbleibende Wald wird mehr und mehr zerschnitten und verliert an ökologischer Qualität.