Wälder: buntes Leben auf jeder Ebene

Bunter Herbstwald, Foto: © R. Sturm / PIXELIO
© R. Sturm / PIXELIO

Weltweit ist etwa ein Drittel der Landmasse mit Wäldern bedeckt. Sie beherbergen rund zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten und sind somit die artenreichsten Lebensräume. Wälder sind ausgesprochen komplexe Ökosysteme. Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren, Pilzen, Mikroorganismen, dem Waldboden und der Luft bilden vielfältige ökologische Kreisläufe.

Die biologische Vielfalt und der Struktur- reichtum sind bedingt durch die Langlebigkeit der Bäume und den vertikalen Aufbau des Waldes: Boden-, Kraut-, Strauch- und Baumschicht schaffen unterschiedliche Bedingungen und beheimaten deshalb eine Vielzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten.

Pilze im herbstlichen Thüringer Wald, Foto: © K. Krüger / PIXELIO
© K. Krüger / PIXELIO

Ein hoher Totholzanteil bietet Nahrung, Lebensraum und Nistplätze für viele gefährdete Arten und Lebensgemeinschaften. Natürliche Verjüngung gewährleistet auch eine natürliche Sukzession. Wo Bäume absterben und kleine lichtreiche Flecken entstehen, wandern Arten ein, die an solche Lichtverhältnisse angepasst sind.

Wälder haben neben Ozeanen und Mooren den größten Einfluss auf das globale Klima, sie speichern ungeheure Mengen Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff, dienen als Wasserspeicher, binden Schadstoffe, filtern die Luft und schützen vor Überschwemmungen und Erosion. Außerdem bilden sie Refugien für viele Arten, die ihre Lebensräume außerhalb des Waldes verloren haben.

In Anbetracht der Bedeutung der Wälder für die biologische Vielfalt und das globale Klima ist die fortschreitende Zerstörung dieses Lebensraumes umso gravierender. Mehr als die Hälfte der Wälder sind weltweit bereits vernichtet. Pro Minute fallen Waldflächen in der Größe von 35 Fußballfeldern illegalem Holzeinschlag, Brandrodung oder der Umwandlung in Ackerland und Weideflächen zum Opfer. Der verbleibende Wald wird mehr und mehr zerschnitten und verliert an ökologischer Qualität.

Gestapelte abgeholzte Baumstämme, Foto: © P. Fenge / PIXELIO
© P. Fenge / PIXELIO

In Deutschland sind 30 Prozent der Fläche von Wald bedeckt. Davon sind etwa 70 Prozent angepflanzte Nadelbäume. Völlig naturbelassene Waldökosysteme gibt es bei uns so gut wie nicht mehr. Diese Tatsachen stimmt nachdenklich, da unser Land ursprünglich fast vollständig bewaldet war.

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Die zehnjährige Viola Schmidt-Rüdt gewann beim Wettbewerb NaturtageBuch 2010 mit beeindruckenden Beobachtungen am Waldrand. Hier erfahren Sie mehr vom Wettbewerb und dem preisgekrönten Naturtagebuch von Viola Schmidt-Rüdt. Mehr...



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