In den vergangenen zehn Jahren ist der europäische Kuckucksbestand um 25 Prozent geschrumpft. Welchen Anteil daran die zu späte Ankunft hat, wissen wir nicht. Das Beispiel zeigt: Die Beziehungen der Arten zueinander und zu ihren Lebensräumen sind unglaublich komplex. Und wir wissen in vielen Bereichen noch viel zu wenig, um sie zu verstehen.
Der Kuckuck ist Teil der biologischen Vielfalt (Biodiversität) – genau wie seine unfreiwilligen Zieheltern, wie die Bäume, auf denen sie ihre Nester bauen, und wie die Raupen, die er frisst. Dazu gehören auch all die anderen Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen ebenso wie die Vielfalt der Lebensräume (Ökosysteme), aber auch der Vielfalt innerhalb einer Art.