Biologische Vielfalt: Kuckuck, Klimawandel und das Jahr 2010

"Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald"… noch. Ob unsere Kinder in 20 Jahren noch dem Kuckuck lauschen können, ist fraglich. Durch den Klimawandel brüten inzwischen viele Singvögel früher als bisher. Nur den Kuckuck schert es bislang nicht. Er kommt aus Afrika heim wie gewohnt. Und damit vielleicht bald zu spät.

Die unfreiwilligen Zieheltern für die Kuckuckseier könnten künftig schon mit ihrer Brut beschäftigt sein, wenn der Kuckuck wie gewohnt erst Mitte April anreist. Für das Kuckucksweibchen wäre es dann unmöglich, seine Eier unbemerkt ins fremde Gelege von Zaunkönig, Bachstelzen oder Rotkehlchen zu schmuggeln.

Zaunkönig, Foto: © Re.Ko / PIXELIO
© Re.Ko / PIXELIO
Teichrohrsänger füttert Kuckuck, Foto: Per H. Olsen / Wikipedia
Kuckuck, Foto: Andyworks / www.istockphoto.com

In den vergangenen zehn Jahren ist der europäische Kuckucksbestand um 25 Prozent geschrumpft. Welchen Anteil daran die zu späte Ankunft hat, wissen wir nicht. Das Beispiel zeigt: Die Beziehungen der Arten zueinander und zu ihren Lebensräumen sind unglaublich komplex. Und wir wissen in vielen Bereichen noch viel zu wenig, um sie zu verstehen.

Der Kuckuck ist Teil der biologischen Vielfalt (Biodiversität) – genau wie seine unfreiwilligen Zieheltern, wie die Bäume, auf denen sie ihre Nester bauen, und wie die Raupen, die er frisst. Dazu gehören auch all die anderen Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen ebenso wie die Vielfalt der Lebensräume (Ökosysteme), aber auch der Vielfalt innerhalb einer Art.

Bedroht: Schlüsselblume, © Hermann / PIXELIO
1 © Hermann / PIXELIO,
Bedroht: Knoblauchkröte, Marek Szczepanek / wikipedia
2 Marek Szczepanek / wikipedia,
Bedroht: Kabeljau, Stahlkocher / wikipedia
3 Stahlkocher / wikipedia,
Bedroht: Weißstorch, © domino / PIXELIO
4 © domino / PIXELIO

So wie der Kuckuck zum Frühling gehört, brauchen wir Bienen, damit es im Herbst saftige Äpfel gibt, brauchen wir den Wald um die Luft zu filtern, die Flussauen um uns vor Hochwasser zu schützen, Heilpflanzen um unsere Gesundheit zu erhalten – und so vieles mehr. Biologische Vielfalt ist Grundlage unseres Lebens – und wir zerstören sie in rasantem Tempo.

Baumstumpf, Foto: © R. Sturm / PIXELIO.
© R. Sturm / PIXELIO

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Die biologische Vielfalt ist gefährdet. Artenschwund und die Zerstörung der Lebensräume schreiten unaufhaltsam voran. Bei uns erfahren Sie, welchen Herausforderungen wir national und international gegenüberstehen, welche Strategien zum Schutz der Biodiversität es gibt und welche Ziele sie kurz- und langfristig verfolgen. Mehr...

Hochmoor, HohlohSee, Foto: R. Sturm, aboutpixel.de

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Bunte Sommerwiese, Foto: © T. M. Müller / PIXELIO
© T. M. Müller / PIXELIO

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Blüte der Robinie in Nahaufnahme, Foto: wikipedia.de

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Im Erzgebirge wird ein Ziesel ausgewildert, Foto: W. Riether

Projekte des BUND

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