Atomkraftwerke und die Terrorgefahr

New York am 11. September 2011, Foto: National Park Service, public domain
New York am 11. September 2011

Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September hat die Terrorgefahr nicht abgenommen. Ein mögliches Anschlagsziel sind auch Atomkraftwerke. Das war eigentlich schon vor dem 11. September bekannt, aber erst durch den Angriff mit Flugzeugen auf die Twin Towers wurde dieses Bedrohungsszenario real.

Aus Sicht des BUND sind auch die nach dem Atom-Moratorium 2011 am Netz verbleibenden Reaktoren völlig unzureichend gegen Anschläge gesichert. Potentiellen Attentätern wird es viel zu leicht gemacht, Sicherheitslücken auszunutzen. Die einzige Möglichkeit, die Terrorgefahren entscheidend zu minimieren, ist das sofortige Abschalten aller Atomkraftwerke.

Überlegungen, mittels Schutzbauten wie zum Beispiel Türmen die Sicherheit von Atomkraftwerken gegenüber Angriffen von außen zu erhöhen, sind  unrealistisch. Bei deren Zerstörung könnten herumfliegende Trümmer sensible Anlagenteile beschädigen. Gegen Sabotageakte durch Personen, die sich innerhalb der Atomanlagen aufhalten, hilft wiederum nur eine stärkere Überprüfung und Kontrolle – mit negativen Folgen für den Datenschutz und die Bürgerrechte.

Auch ein Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit aus dem Jahr 2002 macht deutlich, wie schlecht die deutschen AKW gegen die Gefahren eines Terrorangriffs gesichert sind. Passiert ist seitdem wenig. Vernünftig wäre gewesen, zumindest die ältesten und am schlechtesten gesicherten Meiler sofort stillzulegen.



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