Schacht Konrad: Mit Sicherheit nicht sicher

Fördergerüst Schacht Konrad 1 im stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter, Foto: CC BY SA Georg Slickers/wikicommons
Fördergerüst Schacht Konrad 1 im stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter

Das stillgelegte Eisenerz-Bergwerk Konrad, in dem von 1961 bis 1976 gefördert wurde, ist ein Atommüllendlager, das bis 2019 in Betrieb gehen soll.

Seit Jahrzehnten wird um zwei Standorte in Niedersachsen gerungen: "Schacht Konrad" bei Salzgitter sowie Gorleben. Im Frühjahr 2006 erlaubte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll zu nutzen. Die fehlende Langzeitsicherheit des Schachtes wurde in dem Urteil ausgeklammert. Darüber hinaus wurde den Klägern keine Revisionsmöglichkeit gegen das Urteil eingeräumt.

Größtes Verwaltungsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik

Fast 290.000 Einwendungen gingen 1991 gegen den Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube "Schacht Konrad" zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in einem der größten Verwaltungsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik ein. Das Einlagerungskriterium für "konradfähigen Müll" umfasst praktisch allen Atommüll außer abgebrannte Brennelemente. Seit 2006 wurden mehrere Versuche, eine Revisionszulassung zu erreichen, abgelehnt, in letzter Instanz 2007 am Bundesverwaltungsgericht.

Seit 2008 wird das ehemalige Bergwerk zum Atommüllendlager ausgebaut. Nach Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz sollen die Arbeiten 2019 abgeschlossen sein, sechs Jahre später als ursprünglich geplant. Im Anschluss sollen die radioaktiven Abfälle eingelagert und mit Gesteinsmaterial und Zement für immer verschlossen werden. Auch im Fall Schacht Konrad ist es nur eine Frage der Zeit, wann der eingelagerte Atommüll Kontakt zu Grundwasser führenden Schichten bekommt und strahlende Nuklide in die Umgebung ausgeschwemmt werden.



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Bildergalerie, 11.3.2012

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