Drei deutsche Atomkraftwerke sollen noch bis 2021, drei sogar bis 2022 laufen. Das bedeutet noch mindestens elf Jahre das Risiko einer atomaren Katastrophe in Deutschland.
Zudem werden so sechs AKW innerhalb von zwölf Monaten abgeschaltet – von einem stufenweisen Ausstieg kann nicht die Rede sein.
Die zeitgleiche und erst in zehn Jahren geplante Abschaltung von sechs AKW erschwert den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien: Diese müssen noch mehr als zehn Jahre lang mit abgeschriebenen, hochrentablen Atomkraftwerken konkurrieren, um dann innerhalb von zwölf Monaten je drei AKW zu ersetzen. Würde die Bundesregierung es ernst meinen, würde sie das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien dem beschleunigten Atomausstieg anpassen. Stattdessen bleibt sie bei dem bereits seit 2010 anvisierten Ziel von nur 35 Prozent erneuerbare Energien bis 2020.
Spätestens zur Bundestagswahl 2017 wird die Debatte um Laufzeitverlängerungen mit angeblichen Stromlücken, Standortdebatten und Panikmache neu entfacht.