Trotz politischer Bekenntnisse zum Klimaschutz ist der Gipfel in Kopenhagen gescheitert. Ein Durchbruch ist nicht in Sicht. Ein Grund mehr, beharrlich für Klimagerechtigkeit zu streiten. Deswegen laden BUND und Attac parallel zum Bonner Klima-Zwischengipfel zu einer Strategie- und Aktionskonferenz am 3. und 4. Juni ein.
30. Mai: Das Bündnis Klimawelle Bonn ruft zu einem dezentralen Aktionstag auf. 18.00 bis 20.30 Uhr: Climate Talk & Missa Gaia vom Bonner Forum Kirche und Entwicklung, Kreuzkirche
31. Mai bis 6. Juni: Das Bündnis Klimawelle Bonn bereitet ein Klimacamp vor. Hier kann man zelten, Aktionen vorbereiten und Workshops selbst gestalten: Am 3. Juni findet dort ein Vernetzungstreffen des Klima!Bewegungsnetzwerks statt.
2.-6. Juni:Attac-Aktionsakademie – die Aktionsakademie auf dem Gut Ostler (vom Bonner Hauptbahnhof in 20 Minuten mit dem Bus zu erreichen) beteiligt sich an den Klimaprotesten in Bonn, insbesondere an der Abschlussaktion des Klimaforums am 5. Juni.
4. Juni: Diskussionsveranstaltung "Klimagerechtigkeit und Tourismus" von eed und Tourism Watch, 18 bis 22 Uhr im Universitätsclub Bonn
5. Juni: Abschlussaktion des Klimaforums am Tag der Umwelt: 12.30 Uhr, symbolische Kohle-Blockade vor dem Maritim. 13.30 Uhr: Start der Klimademo durch die Bonner Innenstadt. Mehr Infos unter www.klimawelle.de.
6. Juni: "Development and Climate Day" – internationale Fachkonferenz von Germanwatch, Wissenschaftszentrum Bonn
Bonner Klimakonferenz der UNFCCC vom 31. Mai bis 11. Juni 2010
In Bonn finden vom 31. Mai bis 11. Juni die Zwischenverhandlungen der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) statt. Turnusgemäß kommen die so genannten Nebenorgane der Klimarahmenkonvention hier zusammen. Das Treffen dient auch der Vorbereitung des UN-Klimagipfels in Mexiko (29. November bis 10. Dezember 2010 in Cancún). Im April gab es in Bonn schon ein kurzes Treffen auf Beamtenebene. Bundeskanzlerin Merkel lud außerdem Anfang Mai die Umweltminister zur Vorbereitung des Gipfels ein.
Die Nebenorgane beraten die verhandelnden Länder in wissenschaftlichen, technologischen, finanziellen und administrativen Fragen. Außerdem treffen sich im Juni die Arbeitsgruppen zur Zukunft des Kyoto-Protokolls sowie zur langfristigen Einbindung aller Staaten. Beide Arbeitsgruppen hätten nach der COP15 in Kopenhagen ihre Arbeit beenden sollen. Da es dort aber zu keinem Abkommen, sondern nur zu einer von nicht allen Staaten getragenen Abschlusserklärung kam, geht die Arbeit in den alten Gremien weiter.