Mit einer "Kohle-Blockade" protestierten BUND und Attac am Ort der UN-Klimaverhandlungen in Bonn gegen die klimapolitische Doppelmoral der Bundesregierung. Unter dem Motto "Kohle blockieren, CO2 reduzieren, Klimagerechtigkeit jetzt!" versperrten rund 150 Aktivisten mit einer Sitzblockade symbolisch den Weg eines mit Kohle beladenen LKW. Sie stoppten den von Angela Merkel- und Norbert Röttgen-Darstellern gefahrenen Laster und legten ihn in Ketten.
Attac und der BUND werfen der Bundesregierung vor, dass sie zwar international vorgibt, sich für stärkeren Klimaschutz zu engagieren. In Deutschland setzte sie jedoch weiter auf die klimafeindliche Kohleverstromung und lasse den Bau von 22 neuen Kohlekraftwerken zu. Die zehn bereits in Bau befindlichen Kohlekraftwerke und die zwölf weiteren geplanten trieben das Niveau der Emissionen auf Jahrzehnte in eine Höhe, die die Klimaziele unerreichbar machten. Die Regierung habe offensichtlich noch nicht verstanden, dass Deutschland global nur noch ein sehr kleiner Teil vom "Emissionskuchen" zustünde. Sie forderten den Ausstieg aus den fossilen Energien und der Atomkraft und die Wende zu hundert Prozent erneuerbarer Energieerzeugung.