Anlässlich der UN-Klimazwischenverhandlungen in Bonn haben BUND und Attac zusammen mit dem "Bündnis Klimawelle Bonn" das Klimaforum Bonn 2010 veranstaltet.

Zwei Tage Workshops, Panels und internationaler Austausch: Mehr als 300 TeilnehmerInnen haben gezeigt, dass der Klimaschutz nicht nur in Bonn angekommen ist. Auch die bunte, laute und sonnige Demonstration mit über 1.500 TeilnehmerInnen zeigte, dass es gerade bei jungen Menschen ein breites Interesse an einer klimagerechten Umwelt- und Gesellschaftpolitik gibt.

Im Klimaforum-Weblog sowie durch Fotos, Videos und Tonaufzeichnungen können Sie einen Eindruck von Stimmung und Zusammenarbeit vor Ort gewinnen.

BUND und Attac kritisieren klimapolitische Doppelmoral der Regierung

Mit einer "Kohle-Blockade" protestierten BUND und Attac am Ort der UN-Klimaverhandlungen in Bonn gegen die klimapolitische Doppelmoral der Bundesregierung. Unter dem Motto "Kohle blockieren, CO2 reduzieren, Klimagerechtigkeit jetzt!" versperrten rund 150 Aktivisten mit einer Sitzblockade symbolisch den Weg eines mit Kohle beladenen LKW. Sie stoppten den von Angela Merkel- und Norbert Röttgen-Darstellern gefahrenen Laster und legten ihn in Ketten.

Attac und der BUND werfen der Bundesregierung vor, dass sie zwar international vorgibt, sich für stärkeren Klimaschutz zu engagieren. In Deutschland setzte sie jedoch weiter auf die klimafeindliche Kohleverstromung und lasse den Bau von 22 neuen Kohlekraftwerken zu. Die zehn bereits in Bau befindlichen Kohlekraftwerke und die zwölf weiteren geplanten trieben das Niveau der Emissionen auf Jahrzehnte in eine Höhe, die die Klimaziele unerreichbar machten. Die Regierung habe offensichtlich noch nicht verstanden, dass Deutschland global nur noch ein sehr kleiner Teil vom "Emissionskuchen" zustünde. Sie forderten den Ausstieg aus den fossilen Energien und der Atomkraft und die Wende zu hundert Prozent erneuerbarer Energieerzeugung.

Klima-Mikado in Bonn: Globaler Klimaschutz darf nicht vertagt werden

BUND-Riesen-Klimamikado-Aktion in Bonn, Foto: BUND

Der BUND hat zum Auftakt der Bonner UN-Klimakonferenz vor dem Verhandlungsort mit einem überdimensionalen Mikadospiel die verzwickte Lage deutlich gemacht: Keines der Länder, die eine Vorreiterrolle beim internationalen Klimaschutz spielen müssen, bewegt sich. Jeder wartet ab, welche Vorleistungen andere erbringen.

Mehr…

Klimaforum Bonn: Wie weiter im Klimaschutz?

Die Klimakrise spitzt sich mit hoher Geschwindigkeit zu. Doch trotz politischer Bekenntnisse zum Klimaschutz sind die UN-Verhandlungen in Kopenhagen kollabiert. Ein Durchbruch für gerechten und effektiven Klimaschutz ist nicht in Sicht – weder national noch international. Ein Grund mehr für soziale Bewegungen und Umweltgruppen weltweit, beharrlich für Klimagerechtigkeit zu streiten.

Alles muss man selber machen!
Neue Strategien für gerechten und effektiven Klimaschutz!

Zur Teilfinanzierung des Kongresses bitten wir um Spenden.
Jetzt online spenden ...

Fragen zu Inhalt & Programm: Astrid Goltz, international@bund.net, 0 30 / 27 58 64 94
Fragen zur Logistik: Kristian Golla, friekoop@bonn.comlink.org, 02 28 / 69 29 04



Aktion empfehlen
 

Newsletter "Klima"

Sie haben etwas gegen Atomkraft? Dann steigen Sie aus!

Banner "Atomausstieg selber machen"
Suche