Fast alle europäischen Eulenarten sind in ihrem Bestand mehr oder weniger stark gefährdet, die Sumpfohreule ist in vielen Gebieten sogar vom Aussterben bedroht. Eine Ausnahme bildet der anpassungsfähige Waldkauz.
Hauptproblem für die Eulen sind die Veränderungen der Kulturlandschaft, die ihnen die Lebensgrundlage entziehen. Einerseits fehlt es den nächtlichen Jägern in den eintönigen Monokulturen an Nahrung, andererseits gibt es nicht mehr genug geeignete Brutstätten. Da die einzelnen Eulenarten aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind, sind auch jeweils individuell angepasste Schutzmaßnahmen notwendig.
Und hier werden unsere BUND-Gruppen aktiv: Sie schützen Streuobstwiesen für den Steinkauz, sie erhalten Dachböden, Scheunen und Kirchtürme für die Schleiereule und sie schaffen Nistkästen für Rauhfuß- und Sperlingskauz im Wald. Außerdem engagieren sich die BUND-Gruppen für einen naturnahen Waldbau und eine andere, bessere Landbewirtschaftung; das bedeutet z.B.: mehr Unkrautfluren auf Brachflächen und weniger Dünger auf Feucht- und Magerwiesen. Auch eine abwechslungsreiche, strukturierte Landschaft durch die Pflanzung von Hecken, Kopfweiden und Alleen hilft einigen Eulenarten.