Lurchleben

Schwimmender Teichfrosch mit gut erkennbaren Schallblasen, Foto: © Kurt-F.-Dominik / PIXELIO
Ein schwimmender Teichfrosch. © Kurt-F.-Dominik / PIXELIO

Urwesen aus dem Wasser

Unsere Lurche sind die evolutionären Nachfahren der ersten Knochenfische (Osteichthyes). Diese besiedelten vor etwa 360 Millionen Jahren vom Meer aus das Land. Weltweit sind Lurche von den kaltgemäßigten bis in die tropischen Zonen unserer Erde verbreitet. Sie sind meist von Wasser abängig, dadurch ist ihr Lebensraum deutlich begrenzt. Die Tiere sind wechselwarm, d.h. ihre Körpertemperatur ist nicht konstant. Sie passt sich stets der Umgebungswärme an, was erklärt, warum Lurche in den kältesten Regionen der Erde fehlen.

Der wissenschaftliche Name "Amphibia" ist griechisch-lateinischen Ursprungs und deutet auf ihr Doppelleben hin. Während die meisten Amphibien ihr Larvenstadium zunächst im Wasser durchleben, können sie nach einer Metamorphose auch an Land existieren. Dabei stellen sie sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum und sind meist auf bestimmte Gewässertypen spezialisiert. Alle Arten unterliegen einer festen Jahresperiodik.

Kreuzkröte, Foto: F. Heidecke
Diese Kreuzkröte ist gut getarnt und auf dem Untergrund kaum zu erkennen, Foto: F. Heidecke

Gut angepasst

Die Haut der Tiere ist dünn, nackt und kaum verhornt, feucht und glatt oder auch trocken und warzig. Sie spielt eine ganz besondere Rolle: Als wichtiges Atmungsorgan dient sie außerdem dem Schutz vor Infektionen und Feinden. Auch für den Wasserhaushalt ist sie bedeutend, denn Amphibien trinken nicht und nehmen das lebensnotwendige Nass über die Haut auf.

Fressen und Gefressen werden

Die Nahrung der Lurche variiert je nach Art und Entwicklungsstadium. Das Spektrum reicht von rein pflanzlicher Nahrung bis hin zu lebender tierischer Beute. Beim Jagen spielen die Augen als Sinnesorgan eine wichtige Rolle.

Die Amphibien selbst sind Beute für zahlreiche Tierarten und bilden nicht selten sogar deren wichtigste Nahrungsquelle. Sie sind Teil komplexer Nahrungsgefüge. Sollte ihr Rückgang weiter voranschreiten, werden diese Gefüge gestört und auch andere Tiergruppen gefährdet.

Wie Sie etwas für unsere Lurche tun können, erfahren Sie hier.



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