Heimische Lurche

Weltweit gibt es etwa 6.000 Amphibienarten. Diese werden in drei Ordnungen unterteilt:

  • in die Schleichenlurche oder Blindwühlen,
  • die Schwanzlurche (Salamander, Molche) und
  • die Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten, Unken).

Nur die beiden letzten sind bei uns in Deutschland mit 21 Arten heimisch. Man müsste also nicht viel lernen, um sich in dieser Tiergruppe gut auszukennen.

Schwanzlurche (Urodelen)

Teichmolch, Feuersalamander und Fadenmolch, Fotos: Th. Stephan
Sieben verschiedene Molche und Salamander sind bei uns heimisch. Fotos: Th. Stephan

Die Schwanzlurche besitzen einen langgestreckten Körper, einen Schwanz, kurze Beine und bewegen sich schlängelnd fort. Zu ihnen gehören die Familie der Salamander, die überwiegend Landbewohner sind und die Familie der Wassermolche, die – wie der Name schon sagt – sich eher im Wasser aufhalten. Zur besseren Fortbewegung im Wasser haben die Tiere einen, zur Laichzeit gebildeten Kamm oder Saum und Schwimmhäute.

Im Unterschied zu den Froschlurchen haben die meisten Schwanzlurcharten freie Rippen. Ihre Schulter- und Beckengürtel sind überwiegend knorpelig und weniger fest mit der Wirbelsäule verbunden. Die Tiere besitzen kein Trommelfell und kein Mittelohr. Bei Salamandern und Molchen findet eine innere Befruchtung statt.

Steckbriefe unserer heimischen Schwanzlurche:

Salamander: Alpensalamander, Feuersalamander

Molche: Bergmolch, Fadenmolch, Kammmolch, Teichmolch, Alpen-Kammmolch

Froschlurche (Anura)

Kreuzkröte, Laubfrosch und Geburtshelferkröte, Fotos: Thomas Stephan und H. Heidecke
Zu den Froschlurchen zählen auch Kreuzkröte, Laubfrosch und die Geburtshelferkröte.

Bei uns in Deutschland gibt es 14 verschiedene Froschlurcharten. Diese besitzen lediglich während ihrer Larvenzeit im Wasser einen Schwanz. Mit ihrer Entwicklung zum Landtier wird dieser zurückgebildet. Mit ihren deutlich längeren Hinterbeinen als Vorderbeinen bewegen sie sich meist hüpfend voran. Im Vergleich zu den Schwanzlurchen besitzen Froschlurche einen verknöcherten Schultergürtel mit einem Schlüsselbein. Charakteristisch ist auch ihr Stimmorgan, das bei einigen Arten durch Schallblasen verstärkt wird. Bei Froschlurchen findet die Besamung der Eier äußerlich statt.

Unter dem Begriff Froschlurche lassen sich die Grünfrösche, die Braunfrösche, die Unken, die "Kröten" und die Laubfrösche zusammenfassen.

Steckbriefe unserer heimischen Froschlurche:

Grünfrösche: Kleiner Teichfrosch, Seefrosch, Kleiner Wasserfrosch

Braunfrösche: Grasfrosch, MoorfroschSpringfrosch

Laubfrösche: Europäischer Laubfrosch

"Kröten": Erdkröte, Kreuzkröte, Wechselkröte, GeburtshelferkröteKnoblauchkröte

Unken: Gelbbauchunke, Rotbauchunke



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