Deutschlandweit aktiv

Überall in der Republik sind BUND-Gruppen im Amphibienschutz tätig. So manche BUND-Gruppe wurde eigens gegründet, um zu verhindern, dass Tausende von Lurchen auf den Straßen ihrer Region überfahren werden. Ehrenamtliche registrieren aufmerksam, wo Molche, Frösche und Kröten bei ihrer Wanderung auf Hindernisse stoßen und vermehrt zu Tode kommen – um diese Gefahrenstellen dann gezielt zu entschärfen. Im Frühling betreuen sie Amphibienwanderwege an Straßen.

Es werden Krötenzäune errichtet, an denen Eimer in den Boden eingelassen werden. Etwa eine Stunde nach Einbruch der Dunkelheit sammeln sie Kröten, Frösche und Molche an den Fangzäunen und aus den Eimern auf und tragen sie über die Straße in Richtung Laichgewässer. Wenige Wochen später beginnt die Rückwanderung und wieder ist der Einsatz an den Fangzäunen notwendig, dieses Mal in der anderen Richtung.

BUND-Aktive sammeln Lurche in Eimern.
BUND-Aktive sammeln Lurche in Eimern.
Bauteile für einen Rampentunnel. Foto: H.H. Stamer
Bauteile für einen Rampentunnel.
Amphibientunnel führt unter der Straße durch. Foto: H.H. Stamer
Amphibientunnel führt unter der Straße durch.

Auch die Renaturierung oder Neuanlage von Gewässern gehört zu den Amphibienschutzmaßnahmen vor Ort. So wurden z.B. speziell für den Laubfrosch vom BUND Bad Bentheim in Niedersachsen Gewässer renaturiert.

In Schleswig-Holstein sorgt sich ein sehr aktiver Arbeitskreis um sichere Wanderwege für Kröte, Frosch und Co. Auf Drängen des BUND in Schleswig-Holstein wurden mehrere feste Amphibienleiteinrichtungen gebaut. Auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz haben BUND-Gruppen in Sachen Amphibienschutz schon viel auf die Beine gestellt. Die Liste ließe sich natürlich noch lange fortführen, denn etwa 300 BUND-Gruppen sind aktiv im Amphibienschutz.

Unterstützen Sie Ihre lokale Naturschutzgruppe

  • Helfen Sie mit bei Krötenzaunaktionen in Ihrer Region. Für den Aufbau und  die Betreuung von Schutzzäunen werden jedes Jahr ab März Helfer gesucht.
  • Setzen Sie sich mit anderen Naturfreunden bei Behörden oder Eigentümern für den Erhalt von natürlichen Kleingewässern ein. 
  • Unterstützen Sie die Forderung nach Querungsbauten oder Amphibientunneln als dauerhafte Schutzeinrichtung an neuen und alten Straßen.

Wenn Sie wissen wollen, welche nächstgelegene Gruppe Amphibien schützt, können Sie sich an die Landesgeschäftsstelle des BUND in Ihrem Bundesland wenden.

Die Kontaktdaten Ihrer nächsten BUND-Gruppe vor Ort finden Sie hier.



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