Mindestens 20 bis 100 m² Wasseroberfläche sollte ein naturnaher Gartenteich schon haben. Aber auch kleinere Teiche locken Amphibien an. Genau wie Tümpel in der Natur sollten Gartenteiche sonnig oder halbschattig liegen und nährstoffarm, aber nicht sauer sein. Regenwasser eignet sich am besten zum Befüllen des Teiches.
Meistens ist eine künstliche Abdichtung des Teiches mit Teichfolien etc. notwendig, um das Wasser zu halten. Im Querschnitt sollte möglichst ein Stockwerkbau realisiert werden, d.h. eine flache Uferregion mit einem zentralen Tiefenteil (60 bis 100 cm), der ca. ein Drittel bis die Hälfte der Wasseroberfläche ausmacht. Unbedingt mageres (nährstoffarmes) Bodensubstrat einbringen, denn die Kleingewässer werden oft schneller nährstoffreich, als einem lieb ist.
Verwenden Sie heimische Wasser- und Sumpfpflanzen, setzen Sie sie jedoch nicht zu dicht. Verzichten Sie auf Fische im Gartenteich – sie sind Nahrungskonkurrenten und fressen Laich und Larven der Lurche. Auf Wasserbewegungen über Springbrunnen etc. besser verzichten. Die Ufer sollten ausreichend Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten bieten.
Ist Ihr Teich für Amphibien geeignet, werden diese nach und nach selbstständig einwandern. Wir raten Ihnen davon ab, Tiere einzusetzen – egal ob als Laich oder ausgewachsene Tiere.
Viel Erfolg und eine schöne Zeit in Ihrer Oase!