Eine Oase für Mensch und Amphibie

Ein naturnaher Garten kann verlorengegangene Natur ersetzen. Hier fühlen sich nicht nur Pflanzen und Tiere wohl, auch der Mensch kann Ruhe und Erholung in solchen Oasen finden. Mit kleinen Maßnahmen haben Amphibien in Ihrem Garten bald ein neues Zuhause.

Frosch im Teich, Foto: © G. Dotzler / PIXELIO
© G. Dotzler / PIXELIO

Wer Amphibien helfen möchte, muss deren Umweltansprüche kennen und berücksichtigen. Hierbei ist die Lage Ihres Gartens entscheidend. Einzeln stehende Häuser und Gehöfte oder Gärten in Bauernschaften eignen sich hervorragend als Amphibienlebensräume. Idealerweise grenzen Grünzonen und Wälder an. Liegen viel befahrende Straßen in unmittelbarer Umgebung, ist die Gefahr groß, dass die Tiere bei ihren Wanderungen zu Tode kommen.

Amphibien brauchen Plätze, um sich sonnen, verstecken und um fressen zu können. Wilde Ecken mit Stauden und Hecken, mit Reisig und Totholz sind hierfür bestens geeignet. Eine Wildblumenwiese lockt Insekten an, die Frosch, Kröte und Co. als Nahrung dienen. Und ganz wichtig: Gärtnern Sie biologisch und verzichten Sie auf chemische Spritzmittel.

Sichern Sie Brunnen, Kellerschächte und Rohre. Mehr dazu. Ein Gartenteich kann Gras- und Teichfrösche, aber auch Erdkröte und Teichmolch magisch anziehen. Mit viel Glück stellen sich auch seltenere Arten wie Laubfrosch und Geburtshelferkröte ein.

Ein Teich für Frosch, Kröte und Co.

Gartenteich, Foto: Hartmut910, www.pixelio.de

Mindestens 20 bis 100 m² Wasseroberfläche sollte ein naturnaher Gartenteich schon haben. Aber auch kleinere Teiche locken Amphibien an. Genau wie Tümpel in der Natur sollten Gartenteiche sonnig oder halbschattig liegen und nährstoffarm, aber nicht sauer sein. Regenwasser eignet sich am besten zum Befüllen des Teiches.

Meistens ist eine künstliche Abdichtung des Teiches mit Teichfolien etc. notwendig, um das Wasser zu halten. Im Querschnitt sollte möglichst ein Stockwerkbau realisiert werden, d.h. eine flache Uferregion mit einem zentralen Tiefenteil (60 bis 100 cm), der ca. ein Drittel bis die Hälfte der Wasseroberfläche ausmacht. Unbedingt mageres (nährstoffarmes) Bodensubstrat einbringen, denn die Kleingewässer werden oft schneller nährstoffreich, als einem lieb ist.

Verwenden Sie heimische Wasser- und Sumpfpflanzen, setzen Sie sie jedoch nicht zu dicht. Verzichten Sie auf Fische im Gartenteich – sie sind Nahrungskonkurrenten und fressen Laich und Larven der Lurche. Auf Wasserbewegungen über Springbrunnen etc. besser verzichten. Die Ufer sollten ausreichend Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten bieten.

Ist Ihr Teich für Amphibien geeignet, werden diese nach und nach selbstständig einwandern. Wir raten Ihnen davon ab, Tiere einzusetzen – egal ob als Laich oder ausgewachsene Tiere.

Viel Erfolg und eine schöne Zeit in Ihrer Oase!



Suche