Faszination Libelle

Libellen sind faszinierende Wesen: Sie schillern in metallischen Farben und sind echte Flugakrobaten. Einige Libellenarten erreichen Fluggeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern, steigen auf 2.000 Meter Flughöhe auf oder überqueren den Atlantik.

Moosjungfer, Foto: K. Frobel

Für ihre Fans zählen Libellen zu den elegantesten Fliegern unter den Insekten. Da sie ihre Vorder- und Hinterflügel getrennt voneinander steuern können, verfügen sie über eine unglaubliche Manövrierfähigkeit: Sie können in der Luft "stehen" und sogar rückwärts fliegen. Ingenieure haben das Flugprinzip des Hubschraubers bei den Libellen abgeschaut.

Viele Libellenarten haben ein ziemlich aufregendes Liebesleben. Und entgegen der verbreiteten Meinung stechen Libellen nicht und stellen keinerlei Gefahr für Erwachsene oder Kinder dar. Im Gegenteil – sie sind reizvolle und spannende Foto- und Beobachtungsobjekte.

"Libelle des Jahres 2011" ist die Feuerlibelle. Sie ist ein Paradebeispiel für die Ausbreitung einer südlichen Art infolge des Klimawandels ist. Um mehr Informationen über die aktuelle Verbreitung der "Libelle des Jahres 2011" zu erhalten, ruft der BUND gemeinsam mit der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen im Rahmen der Aktion "Feuermelder" dazu auf, beobachtete Feuerlibellen zu melden.

  • Ruhende Libelle, Quelle: Jürgen Ott
  • Junge mit Libelle auf der Hand, Quelle: Hansruedi Wildermuth
  • Fliegende Libelle, Quelle: Jürgen Ott

In Deutschland gibt es 81 Libellenarten. Fast die Hälfte davon ist in der Roten Liste in einer Gefährdungskategorie aufgeführt. Und wie so oft ist es vor allem der Verlust ihrer Lebensräume, der den Libellen zu schaffen macht. Neben der Absenkung des Grundwasserspiegels und der Entwässerung der Hochmoore, der Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen und -befestigungen ist seit einiger Zeit auch der Klimawandel als neue Belastung hinzugekommen – vor allem für Moor- und Gebirgsarten. Denn durch die Erderwärmung trocknen Gewässer zu schnell aus oder werden einfach zu warm. Klimaschutz ist also immer auch Libellenschutz. Libellen sind gute Bio-Indikatoren für den Zustand unserer Gewässer. Das sit neben ihrer Schönheit ein entscheidender Grund für den BUND, Libellen zum Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen. 

Zahlreiche BUND-Gruppen engagieren sich für den Schutz der Libellen und ihrer Lebensräume. Sie renaturieren Bäche, Auen oder Moore und setzen sich für eine Verbesserung der Wassergüte ein. Sie überzeugen Landwirte und Behörden, nicht bis an den Rand von Gewässern zu mähen. Oder sie werben dafür, Gewässer nicht künstlich mit Fischen zu besetzen. Und sie dokumentieren vielerorts die Libellenfauna und geben damit wichtige Hinweise auf die Entwicklung unserer Natur.



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