In Deutschland gibt es 81 Libellenarten. Fast die Hälfte davon ist in der Roten Liste in einer Gefährdungskategorie aufgeführt. Und wie so oft ist es vor allem der Verlust ihrer Lebensräume, der den Libellen zu schaffen macht. Neben der Absenkung des Grundwasserspiegels und der Entwässerung der Hochmoore, der Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen und -befestigungen ist seit einiger Zeit auch der Klimawandel als neue Belastung hinzugekommen – vor allem für Moor- und Gebirgsarten. Denn durch die Erderwärmung trocknen Gewässer zu schnell aus oder werden einfach zu warm. Klimaschutz ist also immer auch Libellenschutz. Libellen sind gute Bio-Indikatoren für den Zustand unserer Gewässer. Das sit neben ihrer Schönheit ein entscheidender Grund für den BUND, Libellen zum Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen.
Zahlreiche BUND-Gruppen engagieren sich für den Schutz der Libellen und ihrer Lebensräume. Sie renaturieren Bäche, Auen oder Moore und setzen sich für eine Verbesserung der Wassergüte ein. Sie überzeugen Landwirte und Behörden, nicht bis an den Rand von Gewässern zu mähen. Oder sie werben dafür, Gewässer nicht künstlich mit Fischen zu besetzen. Und sie dokumentieren vielerorts die Libellenfauna und geben damit wichtige Hinweise auf die Entwicklung unserer Natur.