Der Trauermantel bietet einen prächtigen Anblick. Mit einer Spannweite bis zu 70 Millimetern gehört er zu den größten Faltern im Lande – und mit seinen samtig-braunen Flügeln und den hellgelben Rändern auch zu den schönsten.
Der Trauermantelfalter ernährt sich von Pflanzensäften, er saugt an Baumstammwunden und im Herbst auch an Fallobst. Er lebt vor allem im Wald – wo er auch schon mal verschwitzte Wanderer anfliegt, um zu saugen. Aber man findet ihn auch in Parks und Vorstadtgärten.
Dieses Prachtexemplar unter den Tagfaltern überwintert in Baumhöhlen oder Reisighaufen. Er fliegt ab März, allerdings nur bis zur Paarung Anfang Juni.
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Weidearten, gelegentlich auch von Birken.
Die Population des Trauermantels schwankt zyklisch – also von Jahr zu Jahr – sehr stark. Dies macht Aussagen zur Bestandssituation sehr schwierig, in Ostdeutschland scheinen die Vorkommen aber stabil zu sein, ebenso im Schwarzwald. Zuwanderungen aus Tschechien unterstützen die Bestände. Gefährdet wird der Trauermantel vor allem durch Klimaänderungen und Zerstörung der Raupenhabitate.