Der Schwalbenschwanz zählt zu den schönsten Tagfaltern Europas. Namensgebend ist der schwanzförmige Fortsatz der gelb-schwarz gezeichneten Hinterflügel. Anlass für die Wahl zum Schmetterling des Jahres 2006 war die erfreuliche Nachricht, dass sich sein Bestand erholt hat. Er gilt damit nicht mehr als gefährdet.
Magere Wiesen, Brach- und Ruderalflächen zählen zu seinen bevorzugten Lebensräumen. Die erste Generation fliegt im Frühjahr, die zweite im Hochsommer. In warmen Gegenden tritt mitunter eine dritte Generation im Frühherbst auf. Zur Paarungszeit finden wir die Falter vor allem an erhöhten Stellen wie Berg- oder Hügelkuppen. Dort führen sie ihre Balzflüge durch, die sogenannte "Gipfelbalz".
Rund 150 Eier verteilt das Weibchen auf eine große Anzahl von Fraßpflanzen. Vor allem aromatische Doldengewächse wie wilde Möhre, Fenchel und Wiesen-Kümmel sind bei den Raupen beliebt. Die Falter holen sich ihren Nektar überwiegend von violett blühenden Pflanzen. Die Nachkommen der zweiten (oder ggf. dritten) Generation überwintern im widerstandsfähigen Puppenstadium, um dann im Frühjahr als erste frische Schwalbenschwänze des neuen Jahres zu fliegen.