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Gefährliche Lieblinge – Hormoncocktail im Spielzeug

Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielzeug und kindernahen Produkten aufschrecken: Teddy, Schnuller & Co. sind häufig hoch mit die Gesundheit gefährdenden Schadstoffen belastet. Das ist beunruhigend, denn gerade Kinder sind besonders sensibel. Der BUND klärt in seiner neuen Broschüre "Gefährliche Lieblinge – Hormoncocktail in Plüsch und Plastik macht Kinder krank" darüber auf, bei welchem Spielzeug besondere Vorsicht geboten ist und gibt konkrete Verbrauchertipps.

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Fünf gelbe Quietschentchen in einer Reihe, Foto: www.pixelio.de

Schöne bunte Welt

Quietscheentchen, Babybücher aus Plastik, Luftballons in rot, gelb, grün – auch Spielzeug ist häufig mit giftigen Chemikalien belastet. Säuglinge oder Kleinkinder, die am Spielzeug lutschen oder kauen, können sie über den Speichel aufnehmen.



Schnorchel und Taucherbrille an Ast aufgehängt, Foto: pixelio.de

Spielzeug aus Plastik

Weiche Puppenköpfe aus PVC, aufblasbare Plastiktiere und Schnorchel enthalten Phthalate als Weichmacher. Sie werden besonders durch das Lutschen am Spielzeug herausgelöst. Phthalate können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und schaden u.a. auch Leber und Nieren. Immerhin: In Kinderspielzeug sind manche Phthalate inzwischen verboten.

Tipp: Spielzeug aus anderen Plastiksorten (Polyethen, Polypropen) oder unbehandeltem Holz ist oft die bessere Wahl. Außerdem auf gute Qualität achten und Billig-Importe meiden!

Sauger eines Babyfläschen, Foto: sxc.hu

Babyfläschchen

Babyfläschchen können aus dem Kunststoff Polycarbonat bestehen. Nicht der Kunststoff selbst ist schädlich, sondern die darin enthaltene Chemikalie Bisphenol A. Sie löst sich vor allem beim Erhitzen aus dem Kunststoff und geht in die Nahrung über. Bisphenol A wirkt ähnlich wie ein Hormon und kann die Entwicklung vom Mädchen zur Frau oder vom Jungen zum Mann stören.

Tipp: Ab Juni 2011 ist Bisphenol A europaweit in Babyflaschen verboten. Bereits heute bieten viele Hersteller Bisphenol-A-freie Produkte an, die z.B. als "BPA-frei" gekennzeichnet werden. Mit Glas ist man immer auf der sicheren Seite.

Drei bunte Luftballons vor blauem Himmel, Foto: www.pixelio.de

Luftballons

Luftballons sind häufig mit Nitrosaminen belastet. Die Giftstoffe werden beim Aufblasen über den Mund aufgenommen. Sie gehören zu den bekanntesten krebserregenden Stoffen.

Tipp: Verwenden Sie zum Aufblasen möglichst Luftballonpumpen.

Zwei Plüschhasen aneinander gelehnt, Foto: www.pixelio.de

Plüschtiere

Im Fell der Stofftiere können sich allergene Farbstoffe verbergen. Sie gelangen durch den Speichel, Schweiß oder über die Haut in den menschlichen Kreislauf. Außerdem kann das Fell oder die Füllung vieler Tiere aus Kunststoffen bestehen, die mit Flammschutzmitteln behandelt sind.

Tipp: Am besten Produkte aus Naturtextilien wählen. Es ist ratsam, Plüschtiere vor der "Benutzung" erst einmal in die Waschmaschine zu stecken.

brennende Wunderkerze im Dunkeln, Foto: www.pixelio.de

Wunderkerzen

Eigentlich sind sie ja kein Kinderspielzeug, aber wer kennt nicht die leuchtenden Kinderaugen beim Entzünden von Wunderkerzen. Trotzdem ist Vorsicht geboten – Wunderkerzen enthalten giftiges Bariumnitrat. Dieses wird beim Abbrennen zu harmlosen Bariumcarbonat umgesetzt, doch entstehen dabei giftige Stickoxide.

Tipp: Wunderkerzen nur unter Aufsicht entzünden. Anschließend das Zimmer gut lüften.

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