Geldauflagen helfen: Kiesabbau an der Neuendorfer Wiek verhindern

Seit über elf Jahren kämpft der BUND gegen den geplanten Kiesabbau auf Deutschlands schönster Insel. An der Neuendorfer Wiek, in einem der schönsten Abschnitte der Rügener Boddenküste, will der Baustoffkonzern HeidelbergCement tonnenweise Kies abbauen. Rund 29 Hektar eines einzigartigen Naturschutzgebiets werden dann zu einer lärmenden Industrielandschaft. Das entspricht mehr als 40 Fußballfeldern.

Das geplante Kiesabbaugebiet liegt am Großen Jasmunder Bodden. Foto: © nero_t / PIXELIO
Sonnenuntergang am Großen Jasmunder Bodden. Das geplante Kiesabbaugebiet liegt an der Neuendorfer Wiek, einem Teil dieses Boddens. © nero_t / PIXELIO

Die Konsequenzen für dieses sensible Ökosystem sind kaum auszumalen: Bislang ungestörte Rückzugsräume für brütende Seeadler, zigtausende Wasservögel und viele andere Tiere würden zerstört werden – eine Katastrophe für diese Schatzkammer der Natur.

Seeadlerjunges im Horst, Foto: © K.Jähne / PIXELIO
Seeadlerjunges im Horst. © K.Jähne / PIXELIO
Neugieriger Fischotter, Foto: © Anguane / PIXELIO
Fischotter. © Anguane / PIXELIO
Kraniche auf ihren Rastplätzen, Foto: © R.Luczyk / PIXELIO
Kraniche auf ihren Rastplätzen. © R.Luczyk / PIXELIO

Gerade für die seltenen Seeadler ist Rügen mit seinem Fischreichtum und dem alten Baumbestand ein ideales Brutgebiet. Für die gefährdeten Fischotter ist die Neuendorfer Wiek eine wichtige Verbindungsachse für ihre Wanderungen in Westrügen. Diese traditionellen Wanderwege würde der Kiesabbau stark einschränken, wenn nicht unpassierbar machen.

Alte Allee auf Rügen. Foto: © B.Winter / PIXELIO
Alte Allee auf Rügen. © B.Winter / PIXELIO

Der BUND rechnet mit rund 120 Schwerlasttransporten, die dann Tag für Tag über die Insel donnern. Zudem will HeidelbergCement mit allen Mitteln den Kiestransport über ein Teilstück der "Deutschen Alleenstraße" durchsetzen. Für die Schwerlaster müsste die wundervolle Allee aber ausgebaut werden, und es ist mehr als wahrscheinlich, dass etliche der alten Bäume weichen müssen. 

Auf Rügen bahnt sich nun eine Entscheidung an. Noch gibt es eine Chance, diesen Wahnsinn zu stoppen: In den vergangenen Jahren ist es dem BUND in Mecklenburg-Vorpommern bereits gelungen, mehrere Grundstücke im Naturschutzgebiet zu erwerben und so dauerhaft zu sichern. Jetzt besteht die Möglichkeit, drei weitere Grundstücke im Abbaugebiet zu kaufen – darunter eine Fläche von ganz besonderer Bedeutung: Gelingt es dem BUND, diese Fläche zu kaufen, könnten er die Zufahrt zum Kiesfeld sperren. Das würde praktisch das Aus für die Abbaupläne bedeuten.

Mit den Zuweisungen aus Geldauflagen können wir dieses und zwei weitere Grundstücke direkt im Abbaugebiet erwerben und den Lebensraum von Fischotter, Seeadler, Kranich und Co. auf Rügen und im ganzen Land retten. Mit Beträgen von 500 oder 1.000 Euro oder jedem anderen Betrag entscheiden Sie mit über den Schutz der Vögel und anderer Tiere.

Der BUND garantiert die satzungsgemäße Verwendung der Zuweisungen und verpflichtet sich, den Eingang der zugewiesenen Geldauflagen zu überwachen und Zahlungseingang bzw. Zahlungsverzug sofort zu melden. Der BUND hat für Geldauflagen ein Extra-Konto eingerichtet:

BUND-Geldauflagenkonto
Kontonummer 88 85 09
Postbank Köln
BLZ 370 100 50

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Kristin Schulz, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Tel. 0 30 / 2 75 86-428, kristin.schulz@bund.net

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Neuendorfer Wiek, Foto: GNU-Lizenz/Patrice77
Blick auf die Neuendorfer Wiek.


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