Süßwasserschwämme sind einfache Vielzeller im Tierreich. Es gibt sechs sehr schwer zu unterscheidende Arten im heimischen Süßwasser. Schwämme bilden einen flachen Überzug auf festen Unterlagen, der zwischen einigen Millimetern bis zu 20 cm groß ist und geweihartig oder klumpig aussieht. Ihre Farbe variiert von grün, grau bis gelblich.
Reiche Fischwelt in der Goitzsche-Wildnis
Natürlich gab es auch viele Fische zu beobachten. Bekannt ist, dass es 17 Fischarten im See gibt. Und die sehr imposanten Welse wissen offenbar ganz genau, dass ihnen in der Goitzsche-Wildnis keinerlei Gefahr droht. Hier herrscht Angelverbot! Mehrere staatliche Exemplare von mehr als einem Meter Länge wurden beobachtet. Die Seebereiche zwischen den Inseln dienen vielen Fischen als Kinderstube. Und so wimmelte es auch nur so von kleinen Fischlein, darunter Barsche, Hechte, Plötzen und Rotfedern.
Blitzschnell: der Wasserschlauch
Auch die Pflanzenwelt unter Wasser hielt Überraschungen bereit, z.B. bis zu fünf Meter lange Laichkräuter. Immerhin schon vier verschiedene Arten. Dazwischen ganze Wälder vom zarten Tausendblatt und vom Wasserschlauch, einem pflanzlichen Räuber. Mit seinen Fangbläschen kann diese fleischfressende Pflanze kleine Wassertierchen fangen und verdauen. Die Bläschen funktionieren nach dem Saugfallenprinzip. Innerhalb der Fangblase wird ein Unterdruck aufgebaut, der die Blasenwände zusammenzieht. Die Fangblase ist mit einer Klappe verschlossen, an der sich einige feine Borsten befinden. Mittels chemischer Lockstoffe werden Beutetiere, z.B. kleine Wasserflöhe, angelockt. Sobald die Borsten von diesen berührt werden, öffnet sich die Klappe, und zwar mit der schnellsten bekannten Bewegung im Pflanzenreich: Das Beutetier wird mit hineingerissen und danach schließt sich die Falle wieder. Nun wird verdaut! Durch diese Zusatznahrung kann der Wasserschlauch auch in sehr nährstoffarmen Gewässern leben.