Die buchtenreiche, gewundene Küstenlinie von Mecklenburg-Vorpommern misst 1.700 km und macht das Grüne Band am Ostseestrand länger als die gesamte innerdeutsche Grenze. Früher eine Todeszone, heute ein Lebenslinie, deren Schätze es zu entdecken und schützen gilt. Besucher werden begeistert sein!
Besonders interessant sind die Bodden. Das sind außergewöhnliche Kaltwasserlagungen, die es weit und breit kein zweites Mal gibt. Immer wieder wechselt die Wasserkante ihr Gesicht, mal feiner Wasserstrand oder imposantes Steilufer, dann wieder von Grasland oder Schilfröhrichten gesäumt. So vielfältig wie die Küsten sind die Lebensräume. Zu Wasser und zu Land pulsiert im Grünen Band das Leben, oft im stetigen Wechsel zwischen den Elementen. Vogelschwärme wandern mehrmals täglich zwischen Wasser und Land oder streichen mit akrobatischen Flügen entlang der Küste. Es sind die unterschiedlichen Wassertiefen, die wandlungsfähige Strömung und eine Vielzahl von Untergründen von steinig bis tonig, die für die Reichhaltigkeit des Meeres verantwortlich zeichnen. Dazu kommen die für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns charakteristischen immensen Unterschiede im Salzgehalt des Wassers.