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Landesverband Rheinland-Pfalz
30.04.2008
BUND deckt beim Erörterungstermin Ungereimtheiten auf
KMW bleibt viele Antworten schuldig
Nach Einschätzung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz steht der Antrag der KMW AG zum Bau des Kohlekraftwerks auf wackeligen Beinen. Die KMW ist viele Antworten schuldig geblieben und hat sich in Widersprüche verstrickt.
- So wies Dr. Werner Neumann (Sprecher des Bundesarbeitskreis Energie des BUND) darauf hin, dass das Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue auf jeden Fall in die Betrachtung einbezogen werden muss - in den Antragsunterlagen wird es gar nicht erwähnt.
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Notwendig für die Durchführung des Verfahrens ist die Klärung der Eigentumsverhältnisse der benötigen Grundstücke. Aufgrund des neuen Mainzer Stadtratsbeschlusses , ist aber völlig offen, ob die Stadt ihre Grundstücke an die KMW verkaufen wird.
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Das nach Bundesimmissionsschutzgesetz notwendige öffentliche Interesse ist aus Sicht des BUND nicht gegeben, da sich zwei Stadtparlamente und zehntausende Bürger gegen das Projekt ausgesprochen haben.
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Die im Raum stehende Drohung der KMW auf 81 Mio EUR Schadenersatzforderung belastet das Verfahren und setzt die Genehmigungsbehörde und alle Einwender auf unzulässige Weise unter Druck. Ein unbelastetes Vortragen der Sachargumente ist somit nicht mehr möglich.
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Der BUND fordert die Behörden auf, ähnlich wie im Land Hessen beim geplanten Kohlekraftwerk Staudinger, ein Raumordnungsverfahren durchzuführen.
Nach Ansicht des BUND wäre jeder der angeführten Punkte Grund genug, das Verfahren sofort zu beenden. Entsprechende Anträge wurden vom BUND an die SGD Süd gestellt.
Für berufstätige Einwender gibt es täglich ab 17:00 Uhr die Möglichkeit, unabhängig von der Tagesordnung, ihre Bedenken vorzutragen.
Am kommenden Montag, 05. Mai 2008 wird dann ab 9:00 Uhr das Thema Gesundheit erörtert werden.
Für Rückfragen: Dr. Werner Neumann 06047-68139
Michael Ullrich 06131-62706-0
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